Ideen für Entenpfuhl und Untere Hauptstraße

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Am Dienstag, 6. November, war es soweit: Eine Jury aus Fachleuten und Vertretern der Öffentlichkeit, der Politik und Verwaltung bewertete die Entwürfe, die zur Umgestaltung des Entenpfuhls und der Unteren Hauptstraße eingereicht worden waren. Die Stadt Solingen hatte zuvor einen Wettbewerb ausgelobt und insgesamt vier Planungsbüros um ihre Ideen gebeten. Jetzt wurden die Preise vergeben.

Einstimmig wurde der Entwurf des Büros wbp Landschaftsarchitekten aus Bochum zur Umsetzung empfohlen. Dafür gibt es ein Preisgeld von 5.000 Euro. Professor Kunibert Wachten, Vorsitzender der Wettbewerbsjury, begründete die Entscheidung: „Mit gezielten Handgriffen gelingt es dem Entwurf, eine besondere Atmosphäre in der Unteren Hauptstraße zu schaffen."

Erreicht wird dies durch eine lineare Struktur, die sich in Form von sogenannten "Teppichen" bis zum Entenpfuhl zieht. Diese "Teppiche" übernehmen unterschiedliche Funktionen, zum Beispiel als Spielpunkte, Abstellfläche für Fahrräder oder für Bepflanzungen. Auf dem Entenpfuhl soll ein grün geprägter Platz entstehen, der zum Verweilen einlädt. Ein heller Belag, der sich von der eigentlichen Pflastererfläche abhebt, schafft ein freundliches Ambiente. Der Gestaltung der Unteren Hauptstraße soll aufgegriffen und der Entenpfuhl sinnvoll in Aufenthalts- und Bewegungszonen eingeteilt werden.

Die Entwürfe der Planergruppe GmbH Oberhausen und des Ateliers Loidl aus Solingen wurden jeweils mit dem zweiten Platz und einer Preissumme von 2.500 Euro bedacht.

In alle Entwürfe einbezogen wurden die Ideen von Kindern, Jugendlichen, Anliegern, Nutzern, Einzelhändlern, Eigentümern und weiteren Interessierten. Das INNNENSTADT.büro und der Stadtdienst Stadtentwicklung hatten im Vorfeld zu mehreren Beteiligungswerkstätten eingeladen.

Die Ergebnisse werden nun in einer Dokumentation zusammengefasst, die ab Ende der Woche im Internet abrufbar ist: www.solingen.de/Planen & Verkehr/Stadtentwicklung/City2013. Dort sind auch Videos zu sehen, die Jugendliche mit Passanten im Interview zeigen. Außerdem werden die Entwürfe in Kürze in der Innenstadt ausgestellt.

Stadtdirektor und Jurymitglied Hartmut Hoferichter betonte, dass die Umsetzung der Maßnahme im Rahmen des Projektes City 2013 gesichert sei. Fördermittel und Eigenanteil der Stadt stünden zur Verfügung, sodass nach der politischen Beschlussfassung Ende 2013/ Anfang 2014 mit den Bauarbeiten begonnen werden könne.

Weitere Informationen: INNENSTADT.büro, Hauptstraße 78 (über der Commerzbank), Telefon: 0212/22 45 49 75, E-mail: innenstadtbuero@solingen.de.