IHK-Vize fordert Rückbau von Einzelhandelsfläche in den Städten

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Solinger Baudezernent: Änderung von Bebauungsplänen nur im Konsens möglich.

Der Vize-IHK-Präsident Jörg Heynkes hat sich in der vergangenen Woche öffentlich zur Situation des Einzelhandels in der Solinger City geäußert. Wie in Solinger Medien zu lesen war, ist der Wuppertaler Unternehmer, der im Event-Marketing tätig und als Geschäftsführer der Villa Media bekannt ist, der Ansicht, die meisten Städte hätten einen Überhang an Einzelhandelsfläche von „20 bis 30 Prozent." Er wird mit der Forderung zitiert, dieser „müsse dringend zurückgebaut werden."

Über die Analyse - zu viel historisch gewachsene Einzelhandelsfläche - könne man durchaus reden, meint der Solinger Stadtdirektor Hartmut Hoferichter, aber der Satz über den „Rückbau" sei missverständlich formuliert. Es sei keineswegs so, dass die Kommunen Handelsflächen in den Innenstädten sozusagen von oben herab und per Dekret stilllegen könnten. Dafür gebe es schon rechtlich keine Handhabe. Jede Stadt, die ihre Innenstadtentwicklung über das Instrument der Bebauungsplanung steuern wolle, sei gut beraten, den Konsens mit allen Beteiligten, insbesondere den Eigentümern der in Frage kommenden Immobilien herbeizuführen.

Bei der Weiterführung des Konzepts City 2013 für die Solinger Innenstadt habe deshalb die Kommunikation mit den Immobilienbesitzern, Geschäftsleuten und den Bewohnerinnen und Bewohnern der Innenstadt einen sehr hohen Stellenwert. Mit dem "Zukunftsbüro" in der unteren Hauptstraße habe die Stadt bewusst einen Ort des Austauschs und der Information für diese Zielgruppen geschaffen.