Jinotega-Koordinatorin bei OB Feith

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Schüler aus Nicaragua im Juni zu Gast

Auf einem einmonatigen Heimaturlaub befindet sich derzeit Rita Muckenhirn. Die Koordinatorin des Erwachsenenbildungsprojektes "La Cuculmeca" im unzugänglichen Norden von Nicaragua ist in dieser Woche in Solingen zu Gast - Anlass für Oberbürgermeister Norbert Feith, sich am Montag (7. Mai) mit der 48-jährigen Betriebswirtin sowie Dr. Jan Boomers und Anne Wehkamp vom 1985 gegründeten Verein "Städtefreundschaft mit Jinotega" zu treffen, um sich über die aktuellen Entwicklungen zu informieren.

1986 kam die gebürtige Schwäbin nach Jinotega, um auf der Kaffeeplantage "La Fundadora" ein Alphabetisierungsprojekt für die dort arbeitenden Frauen zu starten. Aus dieser Ein-Frau-Initiative entstand eine mittlerweile für ganz Nicaragua richtungsweisende Organisation für Bildungsarbeit und politisches Bürgerengagement. Der 1991 gegründete Verein "La Cuculmeca" baute zehn Jahre später das gleichnamige Bildungszentrum, das mit Hilfe der Stadt Solingen, dem Solinger Spar- und Bauverein, der Deutschen Entwicklungshilfe für soziales Wohnungs- und Siedlungswesen (DESWOS) sowie den in Solingen und Ulm ansässigen Fördervereinen der Städtepartnerschaft errichtet wurde und heute 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Mit ihrem Partner und dem jüngsten ihrer drei Kinder lebt Rita Muckenhirn immer noch in ihrer Wahlheimat Nicaragua.

Als eine Art Volkshochschule im Norden des 350.000 Einwohner starken Regierungsbezirks Jinotega will "La Cuculmeca" mit Bildung die Armut der vom Kaffeeanbau lebenden Bevölkerung überwinden. Auf dem Programm stehen Bildungskurse zur Alphabetisierung, Seminare zur Umwelt- und Agrarökologie sowie Treffen im Bereich Bürgerbeteiligung, um das Selbstbewusstsein und Mitbestimmungsrecht der Landbevölkerung zu stärken. Ziel des Vereins ist in erster Linie die humane und organisatorische Weiterentwicklung der Gemeinden in der Region Jinotega. "La Cuculmeca" will künftig vermehrt die unternehmerischen Fähigkeiten der Basisorganisationen (landwirtschaftliche Kooperativen, Frauenvereine usw.) unter Berücksichtigung der Gleichstellung von Frau und Mann fördern.

Die Stadt Solingen unterstützt die Arbeit des Fördervereins "Städtefreundschaft mit Jinotega" mit einem jährlichen Zuschuss von derzeit 6000 Euro. Seit 25 Jahren gibt es zudem die "Künstler für Jinotega", die den Verein bislang mit über 150.000 Euro für Projekte in Jinotega unterstützten. Zudem besteht seit über 20 Jahren eine enge Partnerschaft der Gesamtschule Solingen mit einer Primar- und Sekundarschule in dem östlich von Jinotega gelegenen Dorf La Fundadora. Acht Jugendliche dieser Schule werden am 17. Juni für drei Wochen die Klingenstadt besuchen und sich mit den Gesamtschülern dem Thema "Müll - eine globale Herausforderung" widmen. Ein Gegenbesuch junger Solinger in Jinotega ist für das kommende Jahr geplant.

 

Rita Muckenhirn informiert über ihre Arbeit am

  • Donnerstag, 10. Mai, um 17.30 Uhr im Eine-Welt-Laden der Evangelischen Kirchengemeinde an der Kaiserstraße in Haan und am
  • Freitag, 11. Mai, um 19 Uhr bei der Mitgliederversammlung des Vereins "Städtefreundschaft mit Jinotega" im Pfarrsaal von St. Josef Krahenhöhe an der Schützenstraße in Solingen.

Interessierte Bürger sind eingeladen, sich ein persönliches Bild von "La Cuculmeca" zu verschaffen.

www.cuculmeca.org