Jürgen Albermann geht in Altersteilzeit

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Abschied nach über 40 Jahren bei der Stadt Solingen

Am 15. Mai ist offiziell sein letzter Arbeitstag: Jürgen Albermann, der langjährige Leiter des Stadtdienstes „Soziales“, tritt am 16. Mai in die Freizeitphase der Altersteilzeit ein. Am 01. Mai 2022 beginnt für ihn dann der tatsächliche Ruhestand.

Der 60-Jährige ist gebürtiger Düsseldorfer, lebt aber seit 59 Jahren in Solingen. Hier besuchte er Volks-, Real- und Höhere Handelsschule. Danach begann er seine Ausbildung bei der Stadt Solingen als Inspektor-Anwärter beim Bauaufsichtsamt. Zu den weiteren Stationen zählten das Ordnungsamt, das Hauptamt und auch das Sozialamt. Von 1981 bis 1984 studierte er berufsbegleitend an der Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie in Wuppertal und machte dort erfolgreich seinen Betriebswirt VWA. Nach der Ausbildung führte ihn seine Berufskarriere von der Schulverwaltung über die Steuer- und Personalverwaltung 2006 wieder zum Stadtdienst Soziales mit seinen vier Abteilungen.

Der Kampf gegen Armut, die Förderung der Pflegelandschaft sowie die Sicherung und der Ausbau der sozialen Infrastruktur in Solingen stehen auch außerhalb des Rathauses ganz oben auf der Agenda des Städtischen Verwaltungsdirektors. Gern erinnert er sich an die „Welle der Hilfsbereitschaft“ der Solinger, als im Herbst 2014 auch der Klingenstadt die ersten Flüchtlinge zugewiesen wurden. „Im Rathaus türmten sich die Kleiderspenden;  Kirchengemeinden, Wohlfahrtsverbände, aber auch viele Privatpersonen haben dabei geholfen, dass die Flüchtlinge nicht nur ein Dach über dem Kopf finden, sondern auch langfristig integriert werden.“ Dass die Politik einmütig diese Aufgabe der Verwaltung unterstützt und nicht parteipolitisch genutzt hat, hat Albermann stets begrüßt. Dass heute knapp 3500 Flüchtlinge in angemessenen Wohnsituationen in Solingen leben, von denen viele schon seit längerer Zeit gut integriert sind, rechnet der scheidende Sozialamtsleiter vor allem dem Engagement seiner Mitarbeiter, aber auch den anderen Stadtdiensten an.

Seine ehrenamtliche Tätigkeit als Vorsitzender der Komba-Gewerkschaft Solingen wird er noch eine Weile fortführen. Jetzt freut sich der 60-Jährige erst einmal über mehr Zeit zum Tennis spielen, für die Gartenarbeit und um Freunde zu treffen. Zudem möchte Jürgen Albermann seine künftige Freizeit auch für Aufgaben in der Gesellschaft und natürlich für seine Familie nutzen.