Jugendberufsagentur nimmt Arbeit auf

Pressemitteilung

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OB Kurzbach unterzeichnet Kooperationsvereinbarung

Die im Mai gestartete Ausbildungskampagne war erst der Anfang, um junge Solingerinnen und Solinger in Arbeit zu bringen: Gestern unterzeichneten Oberbürgermeister Tim Kurzbach, Martin Klebe (Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal), Mike Häusgen vom Kommunalen Jobcenter und Rüdiger Mann, Leiter des Stadtdienstes Jugend, die Kooperationsvereinbarung "Jugendberufsagentur", um bestmögliche Perspektiven für die 15- bis 24-Jährigen zu entwickeln. "Viele Solinger Jugendliche gehen sehr selbständig ihren Weg durch die Schule, in die Ausbildung oder ins Studium", sagt OB Kurzbach. Doch die, bei denen manches nicht so glatt läuft, sollen ab sofort noch stärker unterstützt werden, indem die Fachleute jeden etwas komplizierteren Fall gemeinsam beraten.

Das bedeutet, dass der Informationsaustausch zwischen den beteiligten Institutionen künftig optimiert wird. Egal, ob der Jugendliche  zuerst beim Stadtdienst Jugend, einer Clearingstelle, dem Willkommens-Center, der Agentur für Arbeit oder im "Team Jugend" des Kommualen Jobcenters Hilfe sucht: "Wir schicken ihn dann nicht von Pontius zu Pilatus, sondern der Kollege, bei dem der Ratsuchende zuerst aufschlägt, ist dafür zuständig, die notwendigen Ressourcen zu bündeln", betonten Tim Kurzbach und Martin Klebe einstimmig. Im Idealfall sollen sich dann Vertreter der Leistungsabteilung, der Arbeitsförderung sowie der Kinder- und Jugendhilfe an einen Tisch setzen, um einen individuellen Hilfeplan für den oft von mehreren Problemen betroffenen Klienten zu entwickeln. "Einige haben erbebliche Vermittlungshemmnisse", weiß Rüdiger Mann. Deshalb appelliert OB Kurzbach an die Jugendlichen, sich aktiv um die angebotene Hilfe zu bemühen und diese auch anzunehmen. Denn, so Mike Häusgen: "Es kann nicht sein, dass wir rund 500 arbeitslose Jugendliche in der Klingenstadt haben!" Zumal der Arbeitsmarkt dringend gut ausgebildete junge Fachkräfte braucht.

Wichtiger Kooperationspartner der Jugendberufsagentur ist die Schule: Mit dem Landesprogramm "Kein Abschluss ohne Anschluss" werden seit 2013 die Übergänge zwischen den einzelnen Schulformen und der weiteren Ausbildung so praxisnah wie möglich gestaltet. Dazu gehören Potenzialanalysen, Berufsfeld-Erkundungen und Ausbildungsbörsen. Das nächste "Forum: Beruf" findet am 4. und 5. Oktober im Theater und Konzerthaus statt.