Jugendherberge Gräfrath wird vorübergehend Unterkunft für Flüchtlingsfamilien mit Kindern

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Stadt Solingen sucht weiter nach Wohnraum

Die Jugendherberge Solingen-Gräfrath wird ab November vorübergehend zur Unterkunft für Flüchtlingsfamilien mit Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten. Hintergrund ist eine Unterstützungsbitte der Bezirksregierung Köln an den Landesverband des Deutschen Jugendherbergswerks.

Wie der zentrale Koordinator des Landes, der stellvertretende Kölner Regierungspräsident Wilhelm Steitz, Oberbürgermeister Norbert Feith und der Solinger Sozialdezernent Robert Krumbein am Freitag in einer gemeinsamen Pressekonferenz bekannt gaben, wird die Gräfrather Herberge als Einrichtung des Landes unabhängig von der Stadt Solingen geführt.

Das bedeutet, dass die Stadt, deren Unterbringungskapazitäten bald ausgeschöpft sind, weiter dringend auf der Suche nach Privatwohnungen zur Unterbringung von Flüchtlingen ist, sowohl für Einzelpersonen wie für ganze Familien. Mietangebote nimmt der Stadtdienst Soziales unter den Telefonnummern 290 5395, 290 5262 und 290 5236 entgegen.

Derzei hat die Stadt in eigenen Unterkünften und angemieteten Wohnungen rund 800 Menschen untergebraucht.

Wer Fragen zur Unterbringung der Flüchtlinge in der Jugendherberge hat, kann am kommenden Montag, 3. November, in das Deutsche Klingenmuseum kommen. Stadt und Land laden interessierte Bürgerinnen und Bürger zu einem Informationabend ein. Beginn 19 Uhr, Klosterhof 4, 42653 Solingen