Solingen hält genug Pflegeplätze vor

Pressemitteilung

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Aktuelle Bestandsaufnahme wird am 2. Mai in die Kommunale Konferenz "Alter und Pflege" eingebracht

Betagte Solingerinnen und Solinger sowie andere Menschen mit Pflegebedarf werden in der Klingenstadt gut versorgt. Zu diesem Ergebnis kommt Andrea Noe-Kückelhaus, die bei der Stadt für Planungs- und Beratungsleistungen für Senioren, Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderung zuständig ist. Alle zwei Jahre wird auf Grundlage des Alten- und Pflegegesetzes NRW (§7) eine Bestandsaufnahme der pflegerischen Angebote vor Ort gemacht. Die Ergebnisse bis zum Stichtag 31.12.2017 wurden jetzt ausgewertet. Die daraus resultierende Planung soll am 2. Mai in die zuständige kommunale Konferenz "Alter und Pflege" eingebracht werden.

In dieser Planung wird bis 2020 ein zusätzlicher Bedarf von 40 Plätzen in der vollstationären Pflege prognostiziert, der durch ambulat betreute Wohngemeinschaften kompensiert werden könnte. An dieser alternativen Wohnform gibt es aktuell ein großes Interesse seitens potenzieller Träger, Investoren und Betreiber. "Konkrete Planungen liegen bereits vor", betont Oberbürgermeister Tim Kurzbach, der deshalb bis 2020 keinen zusätzlichen Bedarf an weiteren voll- oder teilstationären Angeboten erwartet.

In Solingen sind rund 6000 Menschen pflegebedürftig. 71 Prozent von ihnen werden zu Hause versorgt. Auch, um pflegende Angehörige zu entlasten, soll das Angebot an Tages- und Kurzzeitpflege weiter ausgebaut werden. Im Bereich der vollstationären Pflege gibt es aktuell einen Bestand von 1964 Plätzen. Im vergangenen Jahr standen davon rund 85 Plätze frei. Als "Hauptproblem" bezeichnet Noe-Kückelhaus, dass es "an qualifiziertem Pflege- und Betreuungspersonal" fehle. Deshalb sollen zunehmend junge Leute, vor allem auch die "Neu-Solinger", für eine Ausbildung in diesem Bereich motiviert werden.