Kondolenzbuch für Richard von Weizsäcker

Pressemitteilung

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Zum Tod von Bundespräsident a.D. Dr. Richard von Weizsäcker legt die Stadt Solingen ab Dienstag, 3. Februar, ein Kondolenzbuch in der ersten Etage des Rathaus-Altbaus, in der Galerie der Oberbürgermeister, aus.

Alle Solingerinnen und Solinger, die dem über die Parteigrenzen hinaus geachteten Staatsmann ihre Ehre erweisen möchten, sind dazu eingeladen. Das Buch ist bis Dienstag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr, Freitag von 8 bis 14 Uhr zugänglich.

Im Jahr 1982 hat die Stadt Solingen Richard von Weizsäcker mit dem Ehrenpreis der „Schärfsten Klinge" ausgezeichnet. Damals war er Regierender Bürgermeister von Berlin. In seine zehnjährige Amtszeit als Bundespräsident von 1984 bis1994 fiel die deutsche Wiedervereinigung. In seinem Kondolenzschreiben erinnerte Oberbürgermeister Norbert Feith an die Rede von Weizsäckers, als er auf Schloß Burg als fünfter Preisträger die "Schärfste Klinge" entgegennahm. Damals habe er gesagt, mit ihrem Preis erzwinge die Stadt Solingen das Nachdenken über demokratische Kultur und fördere damit selbst diese Kultur. Der OB zitierte wörtlich aus der damaligen Rede von Weizsäckers: „Wir dürfen nicht nur Politik machen, um gewählt zu werden, - wiewohl dies durchaus legitim ist -, sondern wir sind auch gewählt, um Politik zu machen, und zwar unserer Einsicht gemäß."


Dieser Einsicht, so schrieb Norbert Feith, sei Richard von Weizsäcker am eindrucksvollsten wohl in seiner Rede zum 40. Jahrestag des Kriegsendes im Jahr 1985 gefolgt, als er als Bundespräsident gesagt habe, der Sieg der Alliierten sei Befreiung gewesen.