Kraft-Wärme-Kopplung im Bergischen Städtedreieck

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Städtedreieck erfolgreich bei Landeswettbewerb

Die drei Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal haben sich mit dem Konzept „KWK hoch3 – Integrierter Ansatz zum Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung im Bergischen Städtedreieck“ beim Landeswettbewerb „KWK Modellkommune 2012-2017“ durchgesetzt und gehören nach der Entscheidung einer Fachjury zu den insgesamt sechs Modellkommunen in Nordrhein-Westfalen.

Bei der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) erzeugen sogenannte „Blockheizkraftwerke“ zugleich elektrische Energie und Wärme. Beides wird möglichst dort erzeugt, wo Strom und Heizung gebraucht werden, so dass weitaus geringere Übertragungsverluste als bei der klassischen Stromerzeugung in zentralen Kraftwerken auftreten. Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist somit eine zukunftsorientierte Form der Energieumwandlung, die als eine wichtige Brücke in das Zeitalter der Erneuerbaren Energien fungieren kann.

Das Bergische Städtedreieck mit den Städten Remscheid, Solingen und Wuppertal hatte als Region am dreistufigen Wettbewerb teilgenommen. Nur 21 der insgesamt 48 Bewerbungen hatten sich Ende 2013 für die zweite Phase des Wettbewerbs qualifiziert – darunter auch die Region Bergisches Städtedreieck.

Die Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal erhalten jetzt, in der dritten Phase des KWK-Wettbewerbs, Fördermittel für die praktische Umsetzung ihres Konzeptes. Es umfasst insgesamt 14  mögliche Maßnahmen, die von detaillierten technischen Ausbauplanungen in einzelnen Stadtquartieren bis hin zu übergreifend angelegten Beratungsangeboten, z. B. für Unternehmen, reichen.

Im Städtedreieck wurden zudem acht Projektgebiete identifiziert, in denen neue Blockheizkraftwerke entstehen könnten.

  • Remscheid Honsberg
  • Remscheid Vömix
  • Remscheid Westliche Innenstadt
  • Solingen Birkerstraße
  • Solingen Dycker Feld
  • Wuppertal Am Eckbusch
  • Wuppertal Cronenberg
  • Wuppertal Ölberg

Der Solinger Stadtdirektor Hartmut Hoferichter zeigte sich hoch erfreut vom Wettbewerbsergebnis. Durch die Fördermittel des Landes seien die Städte nun in der Lage, die im Konzept bearbeiteten Projekte auch zu realisieren. Baudezernent Frank Meyer (Wuppertal) sieht in der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) eine geeignete Technik für denkmalgeschützte Gebäude, z. B. in Gründerzeitgebieten, und die Chance, neue Nutzergruppen, wie Eigentümergemeinschaften für KWK zu erschließen. Dr. Christian Henkelmann (Beigeordneter für Bauen und Verkehr in Remscheid) sieht in der Nutzung von Kraft-Wärme-Kopplung die Chance für energetisch zukunftsfähige Quartiere. Sie helfen den Städten bei der Minderung des demografischen Wandels, erhöhen die Chancen auf eine gute Vermietbarkeit von Wohnraum und auf lebendige Quartiere.

Die nordrhein-westfälische Landesregierung möchte mit dem Ausbau der KWK die beschleunigte Energiewende in Nordrhein-Westfalen vorantreiben. Dazu hatte NRW-Umweltminister Johannes Remmel den Wettbewerb „KWK-Modellkommune 2012-2017“ ausgerufen, über den kommunale KWK-Projekte mit insgesamt 25 Millionen Euro gefördert werden sollen

Wie viel von diesem Geld tatsächlich für die Umsetzung von KWK-Projekten in die drei Städte fließt, bleibt einem Gespräch mit dem Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen vorbehalten und wird sich im Lauf des Sommers herauskristallisieren.

Das im Wettbewerb erfolgreiche  Feinkonzept wurde mit finanzieller Förderung des Landes von den drei Städten in Kooperation mit den Ingenieurbüros EEB Enerko Energiewirtschaftliche Beratung GmbH und complan Kommunalberatung erarbeitet.

In die Konzepterarbeitung waren zahlreiche Institutionen wie  die Wohnungsbau-gesellschaften, Stadtwerke, die Bergische Entwicklungsagentur oder die Wirtschaftsförderungen eingebunden.

Kontakt:

  • Stadt Remscheid, Fachdienst Umwelt, Monika Meves, Telefon 02191 / 16-3313, E-Mail Monika.Meves@remscheid.de
  • Stadt Solingen, Stadtdienst Natur und Umwelt, Matthias Kistenich, Telefon 0212 / 290-6552, E-Mail m.kistenich@solingen.de
  • Stadt Wuppertal, Geschäftsbereich Stadtentwicklung, Bauen, Verkehr, Umwelt, Cordula Brendel, Telefon 0202 / 563-5478, E-Mail Cordula.Brendel@stadt.wuppertal.de