Kreisverbindungskommando bei OB Feith

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Kooperation soll intensiviert werden

Zu einem informellen Gespräch empfing Oberbürgermeister Norbert Feith am Montag, 10. September, Oberstleutnant Bernhard de Fries und Oberstleutnant Wolfhard Link vom Kreisverbindungskommando Solingen. Anwesend waren zudem der THW-Ortsgruppenbeauftragte Stephan Wetter sowie Ordnungsdezernent Robert Krumbein als Leiter des städtischen Krisenstabs.

Das Gespräch diente nicht nur dem persönlichen Kennenlernen, sondern auch strategischen Überlegungen, wie in extremen Krisensituationen der schnelle Kontakt zur Bundeswehr hergestellt werden kann, um nach dem Subsidiaritätsprinzip örtliche Hilfsorganisationen wie das Technische Hilfswerk zu unterstützen. Mögliche Großschadensereignisse seien Massenunfälle mit Verletzten, eine Pandemie, Unwetter- und Naturkatastrophen, Waldbrände, Terrorangriffe, Flugzeugabstürze oder großflächige Evakuierungsmaßnahmen, erläuterten die Reserve-Offiziere.

Um die Kooperation zu stärken, lud Krumbein die Solinger KVK-Vertreter ein, an einer der nächsten Übungen des Krisenstabs teilzunehmen. Der Beauftragte für zivil-militärische Zusammenarbeit de Fries lobte die Offenheit, die OB Feith der Bundeswehr entgegenbringe: Diese sei ein gutes Fundament für die künftige Katastrophenschutzplanung, so der KVK-Leiter. Als Solinger Bürger könne er selbst nicht nur schnell vor Ort sein, sondern als Reserve-Offizier im Bedarfsfall auch die Soldaten der benachbarten Hildener Waldkaserne alarmieren.

 

  • Das Kreisverbindungskommando (KVK) wurde bereits 2007 in Dienst gestellt und arbeitet seither eng mit der Stadt Solingen und den kommunalen Hilfsorganisationen (DRK, Feuerwehren, THW, etc.) zusammen. Die Hauptaufgabe des KVK ist es, den Kontakt zu den politisch Verantwortlichen und den Hilfsorganisationen in Solingen zu halten und den Krisenstab der Stadt über militärische Unterstützungsmöglichkeiten der Bundeswehr im Katastrophenfall zu beraten. Das KVK, zu dem bis zu zwölf Reservisten gehören, sieht sich nicht als Konkurrenz zu den zivilen Hilfsorganisationen, sondern im Bedarfsfall als deren Berater.