Leben braucht Vielfalt

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"Lasst uns Freunde sein!" Unter diesem Motto findet am Samstag, 21. September, zum zwölften Mal das Internationale Kultur- und Umweltfest "Leben braucht Vielfalt" mitten in der Solinger Innenstadt statt.

Das Programm ist wieder bunt und vielfältig: Mehr als 100 mitwirkende Vereine, Initiativen und Einrichtungen bieten ab 11 Uhr an rund 60 Ständen vom Fronhof über die Küstergasse bis zum Alten Markt Informationen, Mitmach-Aktionen sowie Speisen und Getränke aus aller Welt. Dazu gibt es bis 22 Uhr Musik und Tanz, Zauberei, Theater und Folkloristisches auf zwei Bühnen am Fronhof und Alten Markt.

Eröffnet wird das Programm von Oberbürgermeister Norbert Feith auf der Bühne am Fronhof. Den ganzen Tag über erleben die Besucherinnen und Besucher das bunte, inspirierende Treiben vieler Menschen und Kulturen und können eine Vielzahl an Aktivitäten und Projekten für eine zukunftsfähige Entwicklung kennenlernen.

Viele Vereine und Initiativen sind langjährig dabei und präsentieren ein weites Spektrum ehrenamtlichen Engagements: Hier treffen sich Menschen, die die Kulturen vieler Herkunftsländer pflegen und sich für Integration engagieren. Sie leisten Kinder-, Jugend- und Bildungsarbeit, setzen sich für Natur-, Umwelt-, und Klimaschutz ein, engagieren sich für ethische und religiöse Werte, unterstützen Projekte und Menschen in anderen Teilen der Welt und fordern weltweit gerechte Lebens- und Arbeitsbedingungen.

Rund 40 Solinger Vereine gestalten im viertelstündigen Wechsel ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm. Und zum Höhepunkt und Abschluss präsentiert die international besetzte Band „RESTREPO y Marco Matias“ Latin-Pop, Jazz und Rock auf dem Fronhof. Am Alten Markt sorgt die „Grup Anadolu“ mit modernen türkischen Rhythmen für Stimmung. Damit geht das Kultur- und Umweltfest wieder nahtlos in die "Solinger Lichternacht" über. Möglich wird dies durch die Unterstützung der Stadtsparkasse und der Stadtwerke.

Unter dem diesjährigen Motto "Lasst uns Freunde sein“ wollen Veranstalter und Mitwirkende die positive, in die Zukunft gerichtete und eindringliche Botschaft von Mevlüde Genc aufgreifen.

Freundschaften aufbauen heißt, das bereichernde Miteinander der Menschen unterschiedlicher Nationen und Kulturen, gegenseitige Wertschätzung und Sympathie in den Mittelpunkt des Zusammenlebens zu stellen und die daraus erwachsenden Chancen zu nutzen.

„Lasst und Freunde sein“ bezieht sich auf das Zusammenleben in Solingen, aber auch auf eine internationale Völkergemeinschaft mit fairen, gerechten Lebens- und Arbeitsbedingungen sowie freundschaftlichen Beziehungen als zentrale Grundlage für eine zukunftsfähige Entwicklung.

Folgende Aktivitäten unterstreichen das Motto:

  • An vielen Ständen wird das Motto als zweisprachiges Banner (in Deutsch und einer anderen Sprache) erkennbar sein.
  • Am 21. September findet bundesweit der „3. Gospeltag gegen Hunger und Armut - für Klimaschutz“ statt. Der Solinger Gospelchor UNISONO und derJugendgospelchor „Young Voices“ singen mit allen Mitwirkenden und Besuchern gemeinsam um 12 Uhr auf dem Fronhof das Lied „We will stay“ (Liedtexte werden ausgehändigt).
  • Gemeinsames Tanzen mit bunten Bändern der Freundschaft um 15 Uhr auf dem Fronhof.
  • Bei einer pimp & trash-Aktion können T-Shirts mit der Aufschrift „Lasst uns Freunde sein“ umgestaltet und aufgepeppt werden. Unter Anleitung von missfilz (Silke Peukert).

Das „pimpen und trashen“ älterer Kleidungsstücke liegt im Trend und ist sicherlich ein zukunftsweisender Beitrag, um den in den westlichen Industrienationen enormen Ressourcenverbrauch für ständig neue Kleidung auf pfiffige Weise einzudämmen.

Einige der kreierten Kleidungstücke werden auf einer Flashmob-Modenschau zu sehen sein. Zudem wird die Aktion unterstützt von den Friseurklassen des Mildred-Schell-Berufskollegs, die Hairstyling und Make up anbieten (von 11 bis 17 Uhr, auf dem Fronhof).

Auch in diesem Jahr setzen sich Veranstalter und Mitwirkende dafür ein, möglichst umwelt- und klimafreundlich zu feiern, um den Energie- und Ressourcenverbrauch möglichst gering zu halten.

Veranstaltet wird das Kultur- und Umweltfest vom Zuwanderer- und Integrationsrat, dem Agenda-Team, dem Stadtdienst Integration, der Agenda-Geschäftsstelle und dem Stadtdienst Natur und Umwelt in Zusammenarbeit mit vielen Vereinen, Verbänden und Initiativen. Sie alle wollen zeigen, dass "die Welt in Solingen zu Hause" ist.