Lob vom Land für Solinger Schullandschaft

Pressemitteilung

- 22/bw

Schulen, Stadt und Schulaufsicht retten die Seiteneinsteigerklassen. Gemeinsame Mitteilung der Stadt Solingen, der Schulaufsicht und des Sprecherrates der Solinger Schulleiterinnen und Schulleiter

Die Solinger Schulen, die Stadt und die Schulaufsicht haben gemeinsam eine Lösung gefunden, damit die internationalen Seiteneinsteigerklassen (KLUG-Schule) auch im kommenden Schuljahr erhalten bleiben. Ihr derzeigiter Standort, die Hauptschule Höhscheid an der Krahenhöhe, läuft zum Ende des Schuljahres aus.

Nach diversen Gesprächen der Beteiligten mit der Bezirksregierung und dem Schulministerium in Düsseldorf hatte Oberbürgermeister Tim Kurzbach sich persönlich für eine Fortführung der Klassen eingesetzt und erreicht, dass die Solinger Schulen eine einvernehmliche Lösung zur Fortführung der Klassen suchen konnten, die überwiegend von jungen Geflüchteten besucht werden. Dies ist nun gelungen. Der Vorschlag der Solinger Schulen fand am 15. Januar die Zustimmung der Regionalkonferenz in Solingen.

  • Die KLUG-Schulklassen 5 und 6 wechseln zum Sommer in die Solinger Berufskollegs.
  • Die Klasse 4 wird jeweils zur Hälfte von der Friedrich-Albert-Lange-Schule und dem Gymnasium Vogelsang übernommen.
  • Klasse 3 wird altersgemäß auf die Sekundarstufe I verschiedener Schulen verteilt.
  • Klasse 2 geht komplett an die Realschule Vogelsang.
  • Klasse 1 wird von der Albert-Schweitzer-Realschule aufgenommen.

Damit werden zum Schuljahr 2019/ 2020 alle an der Hauptschule Höhscheid /Standort Krahenhöhe unterrichteten Schülerinnen und Schüler in allgemein- oder berufsbildenden Schulen unterrichtet und können zum großen Teil in ihren bestehenden Gruppen oder Teilgruppen zusammenbleiben. Durch dieses gemeinsame Vorgehen konnten über 100 Kinder in bestehenden Schulklassen verteilt werden, ohne dass es einen Bruch in ihren Bildungsbiografien geben wird.

Die Schulaufsicht und die Sprecher der Schulformen weisen darauf hin, dass die Höchstwerte von 29 und 30 Kindern in allen Solinger Realschulen, Gesamtschulen und in der Sekundarschule deutlich überschritten werden und perspektivisch Schulraum im Umfang von mindestens drei Zügen für die Klassen 5 bis 10 geschaffen werden muss. Der Stadtdienst Schulverwaltung der Stadt Solingen arbeitet intensiv an der Schulentwicklungsplanung, die in den kommenden Monaten den politischen Gremien zur Beratung vorgelegt werden soll.

Der Sprecherrat der Solinger Schulleitungen äußerte sich besonders erfreut über die positive Rückmeldung aus der Schulaufsicht der Bezirksregierung. Die Schulaufsichtbeamten der Bezirksregierung, Stefan Holtschneider, Ute Intveen, Dirk Rimpler und Claudia Nübel bedanken sich für diese „großartige solidarische Leistung aller Solinger Schulen und Schulformen." „Uns ist keine andere Stadt bekannt, in der die Zusammenarbeit aller Schulen und Schulformen so funktioniert wie in Solingen. Nur so kann eine von allen Schulen mitgetragene Lösung funktionieren", sagte die für Realschulen zuständige Claudia Nübel.