Masernausbruch in Nordrhein-Westfalen

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Gesundheitsamt rät Impfschutz zu überprüfen.

In Essen verstarb in der vergangenen Woche eine 37Jährige Patientin an den Folgen einer Masernerkrankung. Bis zum 24 Mai wurden in NRW 361 Masernfälle gemeldet. In Solingen sind noch keine Masernfälle aufgetreten, der Stadtdienst Gesundheit empfiehlt trotzdem im Impfpass zu kontrollieren, ob ein ausreichender Masernimpfschutz besteht. Die städtischen Mediziner raten dazu gegebenenfalls fehlende Impfungen kurzfristig beim Hausarzt nachholen zu lassen.

Denn Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit. Tatsächlich handelt es sich um eine hochansteckende Viruserkrankung. Bei etwa jedem zehnten Betroffenen kommt es zu Komplikationen wie Mittelohr- oder Lungenentzündungen. Besonders gefürchtet ist eine Entzündung des Gehirns, die in etwa einem von 1.000 Masernfällen auftritt. Zum Schutz vor Masern empfiehlt die Ständige Impfkommission am Robert- Koch Institut, sich gegen die Erkrankung impfen zu lassen.

Kinder ab einem Alter von 11 Monaten werden zweimal vorzugsweise mit einem Impfstoff gegen Masern- Mumps- Röteln geimpft. Ältere nicht oder unvollständig geimpfte Kinder und Jugendliche sollten die Impfungen so schnell wie möglich nachholen. Erwachsenen, die nach 1970 geboren sind wird eine Impfung empfohlen, wenn sie als Kind nur einmal oder gar nicht gegen Masern geimpft wurden oder der Impfstatus unklar ist.