Medizinische Hilfe in der Not

Pressemitteilung

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Ein Video über Dr. Christoph Zenses beschließt die Filmreihe über Preisträgerinnen und Preisträger des "Silbernen Schuh".

Am 25. Jahrestag des Solinger Brandanschlags wurde mit Dr. Christoph Zenses ein besonderer Preisträger des "Silbernen Schuh" gekürt. Ein Portrait des Mediziners ist ab sofort auf der Homepage der Stadt Solingen unter WirSind.solingen.de zu sehen. Damit schließen wir eine Reihe von Videofilmen mit Preisträgern des "Silbernen Schuh" ab, die im Vorfeld des 25. Jahrestags des Brandanschlags produziert worden ist.

Den Anfang hatte am 21. März ein Video über Heinz Siering gemacht, der den Preis im Jahr 2013 erhielt, gefolgt von Uli Preuss (2012), der Opferhilfe "Weißer Ring" (2008), Helmut Eckermann (2006), der Arbeitsgemeinschaft Jüdischer Friedhof (2007) und Hasan Özkan (2010), dem "Solinger Appell" (2017), "Bunt statt Braun" (2013) und dem Christlich-Islamischen Gesprächskreis (2005), die Arbeitsgemeinschaft "Weiße Rose" (2011), Mohammed Zorba (Christlich-Islamischer Gesprachskreis, Ehrenpreis 2014), Awa Gueye (2016), dem Unterstützerkreis Stolpersteine (2014), der Jugendhilfewerkstatt (Ehrenpreis 2006) und dem Magazin Die Straße (Ehrenpreis 2011).

Alle Filme können auf der Seite angesehen werden.

Dr. Christoph Zenses erhielt den Preis 2018 für sein langjähriges und umfangreiches Engagement in medizinischer Nothilfe. So rief er Medimobil Solingen ins Leben, um diejenigen Menschen medizinisch zu versorgen, die durch das Raster üblicher gesundheitlicher Versorgung fallen. Seit 2007 ist er mit ärztlichen Kolleginnen und Kollegen mobil in der Stadt unterwegs, 2014 gründete er mit Gleichgesinnten die "Praxis ohne Grenzen". Auch hier an der Ahrstraße wird kostenlose ärztliche Beratung und Versorgung für Menschen ohne Krankenversicherung angeboten. Darunter sind obdachlose Menschen ebenso wie Geflüchtete, 450-Euro-Jobber und Selbstständige.

2017 tat er zwei Wochen auf dem Seenotrettungsschiff Sea Watch II im Mittelmeer ehrenamtlich Dienst, um Flüchtlinge zu betreuen, die vor dem Ertrinken gerettet worden waren. 2018 war er wiederum ehrenamtlich  im Camp Moria auf der griechischen Insel Lesbos, um die Menschen dort medizinisch zu versorgen.

Bereits in den 80er Jahren behandelte er Opfer der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Zudem arbeitet er im Vorstand der Solinger Tafel.