Mildred-Scheel-Berufskolleg soll Ersatz-Neubau erhalten

Pressemitteilung

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Bund und Land bewilligen knapp 10 Millionen Euro an Fördermitteln.

"Kommunalinvestitionsförderungsgesetz NRW": Hinter diesem sperrigen Namen - kurz: KInvFöG - könnte sich ein warmer Geldregen für das marode Verwaltungsgebäude des Mildred-Scheel-Berufskollegs (MSB) verbergen. In ihren Sitzungen am 18. und 21. Juni werden die Mitglieder des Schul- und des Finanzausschusses eine Verwendung der bereits zugesagten Bundesmittel in Höhe von 9,86 Millonen Euro für das Berufskolleg an der Beethovenstraße beraten, bevor der Rat in seiner Sitzung am 28. Juni die endgültige Entscheidung trifft.

Hintergrund ist, dass die vom Bund ausgeschütteten und über das Land bereitgestellten Fördermittel ausschließlich der Verbesserung der Schulinfrastruktur dienen dürfen. Sofern die Stadt einen Eigenanteil von zehn Prozent - im Solinger Fall eine runde Million Euro - übernimmt, werden 90 Prozent der förderfähigen Kosten von Bund und Land übernommen.

Die somit zur Verfügung stehende Projektsumme von 10.959.121 Euro soll nach Überprüfung der Wirtschaftlichkeit direkt für einen dringend erforderlichebn Ersatzneubau verwendet werden. Auf Ausweich-Gebäude wird damit zugunsten eines neuen, modernen Gebäudes verzichtet. Die Ausbildungsvielfalt am Berufskolleg wächst. Zum kommenden Schuljahr 2018/19 bietet das MSB beispielsweise erstmals die Praxisintegrierte Ausbildung (PIA) zur Erzieherin / zum Erzieher an - ein dualer Ausbildungsgang, an dessen Ende die Fachhochulreife und der Abschluss "staatlich anerkannte/r Erzieher/in" steht.

Der aktuelle Haushalt enthält für Investitionen ein Volumen von rund 62 Millionen Euro - überwiegend zur Sanierung und Modernisierung von Schulen, für Kindergärten und öffentliche Gebäude. Für die dringend notwendige Sanierung des MSB hatten bislang aber keine Mittel zur Verfügung gestanden. Das soll sich jetzt ändern. Er sei mit dem Versprechen angetreten, den Bildungsstandort Solingen zu fördern, zu stärken und für die Zukunft fit zu machen, betont Oberbürgermeister Tim Kurzbach. "Für dieses Ziel haben wir im Rathaus schon einiges bewegt. Und es geht in den kommenden Jahren weiter."