Nach Einbrüchen in Schulen und Kindergärten

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Polizei und Stadt legen abgestimmtes Programm für mehr Sicherheit vor

„Die Einbrecher sollen wissen: Es gibt in städtischen Gebäuden nichts zu holen, aber das Risiko, erwischt zu werden, ist groß!“ Mit diesen Worten fasst der Solinger Stadtkämmerer Ralf Weeke das Ziel eines Maßnahmenkataloges vor, dessen Eckpunkte heute im Solinger Rathaus festgelegt wurden. Am „interdisziplinären, runden Tisch“ für mehr Sicherheit in städtischen Gebäuden hatten Vertreter der Polizei, des Ordnungsamtes, des Jugendamtes, der Schulverwaltung und des Gebäudemanagements Platz genommen – dazu die städtischen Beigeordneten Dagmar Becker (Schule, Jugend), Jan Welzel (Ordnung) und Ralf Weeke (Finanzen). Hintergrund des Treffens ist die Zunahme von Einbrüchen in Solinger Kitas und Schulen: Seit Beginn des Jahres waren dreizehn Schulen und vier Kindertagesstätten betroffen.

Die Maßnahmen im Einzelnen:

  • Die „Bestreifung“ von Kindertagesstätten und Schulgebäuden durch die Polizei in Zusammenarbeit mit Kräften des Ordnungsamtes wird ausgeweitet.
  • Zusätzlich werden ab sofort private Sicherheitsdienste mit der Überwachung der gefährdeten Immobilien beauftragt.
  • Es werden in den Gebäuden verstärkt technische Anlagen zum Schutz gegen Einbruch installiert.
  • „Dunkle Ecken“, die dunklen Gestalten Schutz bieten, soll es nicht mehr geben: Das Gebäudemanagement wird die Außenbeleuchtung der Immobilien überprüfen und gegebenenfalls optimieren. Die Stadt wird weiterhin Hecken und Büsche rund um die Gebäude überprüfen und gegebenenfalls auslichten.
  • Hausmeister, Reinigungspersonal und die Mitarbeiterschaft werden sensibilisiert, Türen und Fenster zu kontrollieren und keine Geld- und Wertgegenstände in den Gebäuden zu deponieren oder liegen zu lassen.
  • Aufmerksame Nachbarn sind wichtig: Die Stadt wird Flugblätter in der Nachbarschaft von Schul- und Kitagebäuden verteilen, um die Bürgerinnen und Bürger dafür zu gewinnen, ungewöhnliche Beobachtungen und Auffälligkeiten sofort der Polizei zu melden.

Die Verwaltung wird das Konzept unter Federführung des Ordnungsdezernates in den nächsten Tagen zu Papier bringen und in Form einer Informationsvorlage in den politischen Beratungsprozess einbringen.