Nationalfeiertag in Thiès

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Solinger Delegation feiert mit senegalesischer Partnerstadt deren Unabhängigkeit

Als "besonders große Ehre" bezeichnet es Oberbürgermeister Tim Kurzbach in einem Schreiben an seinen senegalesischen Amtskollegen Talla Sylla, dass auch einige Vertreter der Solinger Stadtverwaltung, des Städtefreundschafts-Vereins sowie der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr am Dienstag beim Nationalfeiertag aus Anlass der Unabhängigkeit der Republik Senegal in der Partnerstadt Thiès dabei sein konnten. Denn "der 4. April 1960 war nicht nur ein wichtiges Datum für die Menschen im Senegal, sondern auch in 16 anderen Staaten in Afrika", so Kurzbach. Doch vor allem die Republik Senegal sei ein großes Vorbild für politische Unabhängigkeit und Demokratie geworden. Dafür sprach der Solinger OB seinem Amtskollegen aus Thiès "stellvertretend für Ihre Stadt und Ihr Land" seine außerordentliche Hochachtung und größten Respekt aus.
Die Städtepartnerschaft zwischen Solingen und Thiès sei nicht nur ein starkes Beispiel für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zweier Städte, für gemeinsame Begegnungen und Projekte, sie sei vor allem ein lebendiges Zeichen für Frieden und Demokratie über Grenzen hinweg, führte Kurzbach aus: "Wir sind sehr stolz auf unsere Partnerschaft und auf die vielen Menschen in Thiès und in Solingen, die unsere Partnerschaft möglich machten und sie täglich mit Leben erfüllen, damit sie weiterhin intensiv, lebendig und stark bleibt. Gerade in diesen Zeiten, in denen wir großen globalen Herausforderungen gegenüberstehen und viel zu oft von schrecklichen Meldungen heimgesucht werden, ist es für uns unverzichtbar, unbeirrt einen gemeinsamen Weg zu gehen, als Teile einer internationalen Gemeinschaft, als Botschafter für Demokratie und Solidarität."

Die Solinger Delegationen hatte sich im Jahr nach der offiziellen Unterzeichnung des Partnerstadt-Vertrags mit Thiès auf den Weg in den Senegal gemacht, um die Maßnahmen zur Wiederaufforstung, Speicherung von Regenwasser und Erosionsbekämpfung zu besichtigen. So nahm die städtische Partnerschafts-Beauftragte Sofia Thives-Kurenbach am Montag - bei 42 Grad - an einer Pressekonferenz mit Bürgermeister Sylla teil, der auf dem Hochplateau vom Thies Steinwälle als Maßnahmen gegen Erosionsbekämpfung auf etwa drei Hektar Land präsentierte. Das Projekt wird aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanziert und läuft noch bis Ende 2018.

Zeitgleich sind auch weitere Vertreter des Fördervereins und einige Feuerwehrleute vor Ort. Sie engagieren sich dort seit vielen Jahren mit eigenen Projekten. Diesmal sollen im "Solingen-Haus" Instandsetzungsarbeiten durchgeführt und in Haushalten weitere Kochstellen mit geringem CO²-Ausstoß  installiert werden. Unter Leitung von Benno Kubiak durfte sogar eine Delegation der Solinger Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr bei der Parade zum Nationalfeiertag mit marschieren und wurde von mehreren Tausend Besuchern bejubelt.

In den Osterferien folgt noch eine Schülergruppe vom Gymnasium Schwerstraße, die zum Teil ebenfalls mitarbeiten will. Dieser Schüler-Austausch ist bereits die 33. Begegnung zwischen Jugendlichen aus Solingen und Thiès. Zuletzt waren einige junge Senegalesen im September letzten Jahres in der Klingenstadt. Die Jugendlichen sind im "Solingen-Haus" untergebracht. Neben dem Besuch des Gymnasiums "Malick Sy", dem Jugendrotkreuz und der Feuerwehr ist auch eine Begegnung mit Bürgermeister Sylla und dem Präfekten von Thiès geplant.