Nein gegen Ausgrenzung

Pressemitteilung

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Die Arbeitsgruppe "Weiße Rose" erhielt 2011 den Silbernen Schuh. Ein Video ist jetzt online.

Bewegend berichten Schülerinnen, Schüler und ihr Lehrer über einen Besuch der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Das hilft dabei, sagen sie, aufmerksam zu sein, Nein zu sagen gegen Intoleranz und Ausgrenzung, sich einzumischen statt wegzuschauen, wenn jemand angegriffen wird. Sie sind Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft "Weiße Rose" der Geschwister-Scholl-Gesamtschule, die im Jahr 2011 mit dem Silbernen Schuh ausgezeichnet wurde.

Die AG wurde Ins Leben gerufen, als in den frühen Neunzigern in Rostock-Lichtenhagen wieder Menschen gejagt und in Mölln ein Haus angezündet wurde. Dass Solingen auch Eingang in die Liste rechtsradikal motivierter Anschläge finden würde, war da noch nicht absehbar. Die Arbeitsgemeinschaft mit dem Symbol der Widerstandskämpfer Hans und Sophie Scholl besteht bis heute fort. Ihre Mitglieder besuchen Gedenkstätten, gestalten das Gedenken an die Reichpogromnacht mit und beteiligen sich am Stolpersteinprojekt, um die ehemaligen Wohnorte von Opfern des Naziregimes sichtbar zu machen.

Ein dreiminütiger Videofilm über die Gruppe ist jetzt auf der Homepage der Stadt Solingen unter WirSind.solingen.de zu sehen.

Hier finden Interessierte in wöchtentlicher Folge Videofilme mit einem oder mehreren Preisträgern des "Silbernen Schuh". Sie berichten über die Gründe für ihr Engagement, über ihr Anliegen, über Schwierigkeiten und Erfolge. Die meisten sind bis heute dabei. Sie alle finden: Eintreten für Toleranz ist heute wichtiger denn je.

Den Anfang hatte am 21. März ein Video über Heinz Siering gemacht, der den Preis im Jahr 2013 erhielt, gefolgt von Uli Preuss (2012), der Opferhilfe "Weißer Ring" (2008), Helmut Eckermann (2006), der Arbeitsgemeinschaft Jüdischer Friedhof (2007) und Hasan Özkan (2010), dem "Solinger Appell" (2017), "Bunt statt Braun" (2013) und dem Christlich-Islamischen Gesprächskreis (2005).