Neu und Alt - die Mischung macht's

Pressemitteilung

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Ergebnis des Wettbewerbs zum Omega-Quartier hat überzeugt

Den ersten Preis im städtebaulichen Ideenwettbewerb zur Entwicklung des Omega-Quartiers hat das Büro ASTOC architects and planners aus Köln gewonnen. Diese einstimmige Entscheidung traf eine 11köpfige Jury gestern Abend im Anschluss an die öffentiche Präsentation der vier Wettbewerbsbeiträge. Damit empfiehlt sie diesen Entwurf als Grundlage für die weiteren städtebaulichen Entwicklungen. Weil die drei anderen Entwürfe ebenfalls eine Reihe wertvoller Beiträge geleistet hätten, so die Jury, habe man sich entschlossen, sie gemeinsam auf den zweiten Platz zu setzen und damit die Gesamtsumme der Preisgelder in Höhe von 20.000 Euro auch neu zu verteilen: Das Büro Astoc erhält demnach 8.000, die drei anderen Büros jeweils 4.000 Euro.  

In der Begründung für den Siegerentwurf aus Köln heißt es:

"Die Siegerarbeit zeichnet sich einerseits durch einen sensiblen Umgang mit den vorhandenen Hallenbauten und andererseits durch gezielte Eingriffe aus, die die heutige Anordnung der Hallen wesentlich verbessern und nutzbarer machen. Angemessene Nutzungsvorschläge für die Hallen und eine gute Ergänzung der Nutzungen in Neubauten sind ein weiterer Pluspunkt der prämierten Arbeit. Eine Mischung von Nutzungen von kulturellen Angeboten über ein gespreiztes Feld von Gewerbeeinheiten und Ateliers bis hin zu gastronomischen Angeboten und auch Wohnen sollen das Omega-Quartier prägen und zu einem lebendigen Quartier in der Innenstadt werden lassen.

In dem neuen Ensemble aus vorhandenen Hallenbauten und Neubauten sollen gut bemessene und attraktive Stadträume zum Verweilen einladen und eine neue Route vom Südpark zur Innenstadt quer durch das Omega-Quartier anbieten.

Und schließlich zeichnet sich der Beitrag auch durch eine kluge Entwicklungsstrategie aus, die deutlich macht, wie aus dem heutigen Gewerbestandort und der Brache an der Ecke Kölner Straße und Birkenweiher schrittweise ein neuer Baustein der Innenstadt werden kann."

Die Jury lobte das von der Stadt Solingen gewählte Wettbewerbsverfahren mit frühzeitiger, aktiver Beteiligung der Bürgerschaft als vorbildlich und innovativ. Auf positive Resonnanz stieß auch eine "Auszeit", die während des Verfahrens genutzt wurde, um die Ansätze mit potentiellen Investoren und Projektentwicklern zu diskutieren. Dies, so die Jury, habe großes Interesse an dem Gebiet ausgelöst.

Die Stadt Solingen, die Wirtschaftsförderung Solingen und die Familie Evertz haben sich darauf verständigt, auch den weiteren Weg zur Entwicklung des Gebietes entsprechend dem Wettbewerbsergebnis gemeinsam und in enger Kooperation zu gehen. Im neuen Jahr soll dazu eine gemeinsame Vereinbarung unterzeichnet werden.