Neuer Imam

Pressemitteilung

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Neuer Imam für Ditib-Moschee

Die Vakanz währte nicht lange: Nur eine Woche nach dem Abschied von Ilhan Can kam am 13. November ein neuer Imam an die DiTiB-Merkez-Moschee. Am Montag (9. Januar) machte Abdulselam Özdere, begleitet von Vorstandsmitgliedern der DiTiB-Gemeinde an der Kasernenstraße, seinen Antrittsbesuch bei Oberbürgermeister Norbert Feith. Der studierte Theologe und Pädagoge kommt aus der türkischen Stadt Van, die im letzten Jahr durch ein schweres Erdbeben traurige Bekanntheit erlangte. Herr Özdere hat auch in der Türkei als Imam in einer Moschee gearbeitet. Er möchte den interkulturellen und interreligiösen Dialog intensivieren - ein Anliegen, das auch dem Vorstand der Moschee sehr am Herzen liegt.

INFO

In Deutschland gibt es etwa 1250 hauptamtliche und rund tausend ehrenamtliche Imame. Nach Schätzungen des Zentralrats der Muslime sind davon über 90 Prozent aus der Türkei, kommen vereinzelt auch aus Marokko, dem Iran und anderen Ländern. In den Gemeinden der DiTiB, dem Dachverband der türkischen Muslime in Deutschland, wirken ausnahmslos türkisch sprechende Imame, sogenannte Religionsbeauftragte. Ausgewählt werden sie in ihrem Heimatland von der „Gemeinsamen Kulturmission", in der Vertreter verschiedener Ministerien sitzen. Diese Imame werden in der Türkei an staatlich anerkannten islamisch-theologischen Instituten ausgebildet und schließen dort mit einem Diplom ab. Wenn sie ins Ausland entsandt werden, unterstehen sie als Quasi-Diplomaten den Attachés für religiöse Dienste der türkischen Generalkonsulate.

Neuer Imam bei Oberbürgermeister Norbert Feith

DiTiB-Integrationsbeauftragter Eray Ünver (hinten vl.l.), Imam Abdulselam Özdere, OB Norbert Feith, Moscheevereinsvorsitzender Osman Korkmaz, (vorne v.l.) Hannelore Müller vom OB-Büro, Integrationsbeauftragte Anne Wehkamp und DiTiB-Vorstandsmitglied Keziban Altay wollen die gute Zusammenarbeit von Stadt und Moscheegemeinde fortsetzen.