Neuer Leiter für die Technischen Betriebe Solingen

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Martin Wegner trat am 1. Juli seinen Dienst an

Der neue Leiter der Technischen Betriebe Solingen (TBS) hat am 1. Juli seine Arbeit aufgenommen. Der 54-jährige Martin Wegner wurde am Montag von Oberbürgermeister Norbert Feith und dem zuständigen Beigeordneten Ralf Weeke rund 20 Führungskräften des TBS persönlich vorgestellt, die nach dem offiziellen Willkommensgruß noch Gelegenheit hatten, Fragen an den neuen Chef zu richten und ihn etwas näher kennenzulernen.

OB Feith betonte in seiner Begrüßung, dass sich die Stadt das Auswahlverfahren unter 29 qualifizierten Bewerbern nicht leicht gemacht habe. Der Rat hatte sich letztlich im Februar einstimmig für die Bestellung von Martin Wegner ausgesprochen. Da dessen Amtsvorgänger Siegfried Schulz bereits zum 30. April ruhestandsbedingt entpflichtet wurde, der Dezernent für Abfallwirtschaft im Kreis Wesel aber noch nicht zur Verfügung stand, hatte der stellvertretende TBS-Leiter Wolfgang Köppen vorübergehend die Geschäfte übernommen. Für diese zwei Monate dankte ihm der Oberbürgermeister gestern ausdrücklich.

Bevor Feith dem Hobbykoch als Begrüßungsgeschenk ein großes Küchenmesser überreichte, skizzierte er künftige Aufgabenfelder, auf die Wegner ein besonderes Augenmerk zu richten habe:

  • die Dienstleistung am Bürger, die viel zu oft als selbstverständlich wahrgenommen werde
  • die Gebührenstabilität und
  • die Beteiligung an der Haushaltskonsolidierung.

Der in Münster aufgewachsene Wahl-Weseler Martin Wegner hat Diplom-Biologie sowie Kommunal- und Umwelttechnik in Münster studiert. Ein Jahr war er bei der Firma Rethmann und seit 1990 beim Kreis Wesel - zuerst als Sachgebietsleiter Abfallwirtschaft, dann Abteilungsleiter, Fachdienstleiter, Fachbereichsleiter Bauen, Planen, Umwelt, Landwirtschaft bis hin zum technischen Co-Dezernenten und Mitglied des Verwaltungsvorstands. Nebenberuflich referierte er 18 Jahre lang über die Entwicklungen des Abfallrechts.

Den "lieben Kolleginnen und Kollegen" erklärte er in seiner Begrüßung direkt, dass er zunächst noch vom Niederrhein aus pendeln werde, weil seine achtjährige Tochter dort die Schule besuche - was Kämmerer Ralf Weeke später augenzwinkernd aufgriff: "Sollten wir noch mal so einen Jahrhundertwinter wie 2010 bekommen, können wir Ihnen hier sicher auch mal eine Übernachtungsmöglichkeit organisieren. Andererseits ist der Solinger Winterdienst ja sehr gut aufgestellt..." Wegner präsentierte sich in seiner kurzen Ansprache als Team-Player mit Durchsetzungsvermögen: Er lege viel Wert auf den Rat seiner Mitarbeiter, werde aber, wenn nötig, auch mal einsame Entscheidungen treffen.

Sein direkter Vorgesetzter sieht in ihm "einen Chef mit einem offenbar guten Händchen für die Menschen und die Politik". Ralf Weeke erinnerte sich in diesem Zusammenhang noch einmal an seine zwölfjährige "exzellente Zusammenarbeit" mit Siegfried Schulz. Unter dem Motto "Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser" habe man schwierige Situationen gemeinsam bewältigen können - ein Verhältnis, das er sich auch von Wegner erhoffe. So bat der Beigeordnete die Führungskräfte, ihren neuen Chef hilfreich zu begleiten und ihn nicht ständig mit seinem Amtsvorgänger zu vergleichen: "Jeder hat das Recht darauf, eigene Fußspuren zu setzen."

Die Bürger dürften am 6. September Gelegenheit haben, den neuen TBS-Leiter persönlich in Augenschein zu nehmen: Am Freitagnachmittag wird der neue städtische Betriebshof an der Dültgenstaler Straße bei einem Tag der offenen Tür vorgestellt.

 

Die Technischen Betriebe Solingen (TBS)
sind eine eigenbetriebsähnliche Einrichtung der Stadt Solingen mit 450 Beschäftigten. Sie sind organisatorisch selbständig, jedoch ein Teil der öffentlich-rechtlichen Gebietskörperschaft Stadt Solingen. Die TBS unterteilen sich in die Betriebssparten bzw. Teilbetriebe Zentrale Dienste, Stadtreinigung, Tiefbau, Anlagentechnik sowie Grün-, Sport- und Freiflächen. Sie verzeichnen zum 31.12.2011 einen Jahresüberschuss von etwa 1,1 Mio. Euro sowie ein Anlagevermögen von rund 365 Mio. Euro.