Neuer Entwicklungsplan bringt Schulen nach vorn

Pressemitteilung

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Schul- und Finanzausschuss diskutieren Vorlage in den nächsten Sitzungen

Der Schulentwicklungsplan für die nächsten zehn Jahre wird am 14. September in den Schulausschuss und am 21. September in den Finanzausschuss eingebracht. "Das erforderliche Investitionsvolumen beträgt rund 47,7 Millionen Euro. Wir unternehmen immense Anstrengungen, um die Solinger Schulen auszustatten", betont die zuständige Dezernentin Dagmar Becker. Angesichts der sukzessiven Digitalisierung aller Schulen sowie der umfassenden Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen an mehreren Grundschulen und an der Gesamtschule Höhscheid würden deutlich höhere Investitionen getätigt als noch in  den vergangenen Jahren. 16,1 Millionen Euro der benötigten Summe wurden bereits in den aktuellen Haushalt eingestellt. Aber: "Ohne Bundes- und Landesmittel geht es nicht", erklärt die Leiterin der Schulverwaltung, Anke Svensson. Beispielsweise bei der Ausweitung des Offenen Ganztags, in dem zu Schuljahresbeginn 150 Grundschüler keinen Platz erhalten haben, "sind wir auf ergänzende Förderprogramme des Landes oder Bundes angewiesen", so Svensson.

"Bildung ist unsere wichtigste gesellschaftliche Aufgabe", betont Oberbürgermeister Tim Kurzbach. "Im städtischen Haushalt setzen wir deshalb hier einen deutlichen Schwerpunkt: In einem Investitionsprogramm, wie es seit den 1960er Jahren nicht mehr aufgelegt worden ist, werden allein bis zu 21 Millionen in Schulen und Kindergärten fließen".

Prognosen sagen voraus, dass bis 2027 die Zahl der Schulneulinge gegenüber heute um rund 13 Prozent, also um rund 740 Kinder ansteigen wird. Weitere Herausforderungen sind das gemeinsame Lernen sowie die angemessene Beschulung von neu zugewanderten Mädchen und Jungen.  

Ein umfangreiches Gutachten von Dr. Detlef Garbe hat ergeben, dass an sechs Grundschulen mittelfristig Unterrichtsräume, an 15 Grundschulen insgesamt 28 Mehrzweckräume fehlen. In der Sekundarstufe I reichen die räumlichen Kapazitäten spätestens ab 2023 nicht mehr aus. "Dies resultiert aus der konstanten Nachfrage nach Schulplätzen im Bereich des längeren gemeinsamen Lernens", weiß Ralf Zinsenheim von der Schulverwaltung, der an dem Gutachten mitgearbeitet hat. Weitere Herausforderungen sieht seine Kollegin Anke Svensson ab 2019, wenn an den Gymnasien in NRW wieder die neunjährige Schulzeit (G9) eingeführt werden soll.

Bevor die endgültige Fassung des Schulentwicklungsplans der Bezirksvertretung als oberer Schulaufsichtsbehörde vorgelegt wird, haben auch Schulleitungen, Personalräte, Elternvertretungen und Gewerkschaften ein Mitspracherecht. Ihre Anregungen, Ergänzungen und sonstigen Stellungnahmen sollen in die finale Version eingearbeitet werden.