OB Feith besucht Laurel-und-Hardy-Museum

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Vorfreude auf "Solingen 24 Stunden live"

Bevor er im September noch einmal offiziell zum 25-jährigen Bestehen des ersten deutschen Fanclubs "Two Tars Tent" gratulieren wird, wollte sich Oberbürgermeister Norbert Feith doch ein persönliches Bild von dem Laurel-und-Hardy-Museum machen. Begrüßt wurde er am Mittwoch (9. Mai) von Museums-Betreiber Wolfgang Günther, der ihn mit seiner Frau Vera und der ehrenamtlichen Mitarbeiterin Dagmar Kirchhoff durch die zwei Ausstellungsräume im Walder Kotten führte. Etwa 10.000 Touristen habe er seit Eröffnung der Sammlung in neun Jahren nach Solingen holen können, erklärte Günther nicht ohne Stolz. Zugleich bedauerte er, dass das auf Spendenbasis geführte Liebhaber-Museum unter der eigenen Bevölkerung seiner Ansicht nach immer noch zu unbekannt sei. Den Bekanntheitsgrad erhöhen will der Cineast, indem er sein Museum am 22./23. Juni wieder zur Kulturnacht "Solingen 24 Stunden live" öffnet: "Da sind beim lezten Mal die letzten Gäste bis 3 Uhr nachts geblieben und die ersten um 5 Uhr gekommen."

Drei Museen, die den beiden von 1926 bis 1950 produzierenden Kult-Komikern huldigen, gibt es weltweit: In Ulverston (die britische Geburtsstadt von Stan Laurel), in Harlem, Georgia (die amerikanische Geburtsstadt von Oliver Hardy) - und eben in Solingen. Da wollte der Oberbürgermeister natürlich wissen, was Wolfgang Günther bewegt, seit 40 Jahren Filme, Requisiten und Devotionalien von "Dick und Doof" zusammenzutragen. Sein Vater sei Hobby-Komödiant gewesen und habe in Gräfrath die kleinen Säle bespielt, erzählte Günther, der selbst als kleiner Junge bis zu drei Mal pro Woche das Gräfrather "Capitol" besuchte. Später habe ihn geärgert, dass die geschnittenen Sequenzen vieler halbstündiger Laurel-und-Hardy-Filme keine Geschichten mehr erzählten, sondern "nur noch als Klamauk verwurstet wurden".

Norbert Feith kam denn auch in den Genuss einer Exkklusiv-Vorführung des 20-minütigen Films "Chickens come home", in dem sich Oliver Hardy -mit fragwürdiger Hilfe von Stan Laurel - zum Bürgermeister wählen lassen möchte. Günther schmunzelnd: "Ich habe für jeden Beruf, den meine Besucher ausüben, den passenden Film." Der Solinger Oberbürgermeister amüsierte sich jedenfalls köstlich und kündigte an, wiederzukommen.

  • Tag + Nacht bei Stan & Ollie
    Das Deutsche Laurel-und-Hardy-Museum im Walder Kotten (Locher Straße 17) hat bei "Solingen 24 Stunden live" durchgehend geöffnet. Nonstop laufen die lustigsten Filme von Stan & Ollie auf der Leinwand. Bei Einbruch der Dunkelheit - trockenes Wetter vorausgesetzt - gibt es auf dem Hof des Museums Open-Air-Kino bis weit in die Nacht hinein (Termin: Freitag, 22.06.2012, ab 15 Uhr bis 24 Uhr und Samstag, 23.06.2012, ab 0 Uhr bis 15 Uhr).