OB Feith setzt sich für Orchester ein

Pressemitteilung

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Die Bergischen Symphoniker stehen nicht zur Disposition

"Die Stadt Solingen steht zu den eingegangenen Verpflichtungen": Klar positionierte sich Oberbürgermeister Norbert Feith in einem Schreiben an seine Remscheider Amtskollegin Beate Wilding mit Blick auf die Zukunft der Bergischen Symphoniker. Bereits vor Medienberichten erinnerte er Wilding daran, dass die Remscheider Diskussion über eine Auflösung der Bergischen Symphoniker auch die Stadt Solingen tangiere. Diesen Berichten zufolge soll es in Remscheid nun ein Gutachten geben, demzufolge eine einseitige Kündigung der zu gleichen Teilen als Gesellschafter der Orchester GmbH firmierenden Städte doch zulässig sei.

Feith geht davon aus, dass sich die Stadt Remscheid rechtskonform verhalte - schließlich sei die Zusammenarbeit beider Städte im Rahmen der Bergischen Symphoniker vertraglich vereinbart worden. Aus Solinger Sicht, so Feith gegenüber Wilding, stehe das Orchester "nicht zur Disposition". Vielmehr müsse dem "erfolgreichen und allseits anerkannten Generalmusikdirektor" Peter Kuhn, dessen Vertrag im Herbst 2013 ausläuft, Planungssicherheit gegeben werden. Der Oberbürgermeister kündigte für die Stadt Solingen auf der anstehenden Gesellschafterversammlung das Votum einer Vertragsverlängerung an.

Der Zuschuss von 1,9 Millionen Euro, mit dem die Stadt Solingen das Orchester jährlich subventioniert, hätte überdies schon seit fast zwei Jahren querfinanziert werden können: "Das Solinger Haushaltssicherungskonzept sieht seit Mitte 2010 die Übertragung der Solinger Gesellschaftsanteile an den Bergischen Symphonikern auf die Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen vor, eine 100-prozentige Tochter der Stadt Solingen", betont Feith in seinem Schreiben an Beate Wilding. Bislang habe die Stadt Remscheid ihre notwendige Zustimmung zu diesem Konstrukt jedoch verweigert. Eine Haltung, die auch BSG-Geschäftsführer Kai Dahlmann nicht nachvollziehen kann: "Remscheider Belange sind von der Überführung nicht tangiert."

Feith fordert nun "eine zügige Umsetzung", um bei der Realisierung des Haushaltssicherungskonzeptes nicht beeinträchtigt zu werden: "In der Solinger Haushaltssituation ist ein jährlicher Eigenkapitalsverzehr von fast 2 Millionen Euro nicht vermittelbar." Der Oberbürgermeister regt an, nach den Osterferien eine Gesellschafterversammlung einzuberufen: "Im Gremium sind dann zumindest die Dinge anzusprechen, um für alle Beteiligten Transparenz herbeizuführen."