OB kondoliert zum Tod Ernst Albrechts

Pressemitteilung

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Mit einem Schreiben an Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und die Familie Albrecht hat Oberbürgermeister Norbert Feith im Namen des Rates der Stadt Solingen zum Tod des früheren Ministerpräsidenten des Landes Niedersachsen, Ernst Albrecht kondoliert.


Im Jahr 1979 hatte die Stadt Solingen Dr. Albrecht mit dem Ehrenpreis der „Schärfsten Klinge" ausgezeichnet. Er war der zweite in einer mit der Verleihung an Herta Müller am 28. November auf zwölf angewachsenen Reihe von Preisträgern.

Dr. Ernst Albrecht wurde bei einer Veranstaltung im Rittersaal von Schloss Burg für Verdienste geehrt, die er sich um eine in der Bundesrepublik bis dato einmalige Art von Bürgerbeteiligung bei der Diskussion über die Verwendung von Kernkraft erworben hatte.
Im März 1979 lud Ernst Albrecht mehr als 60 internationale Atomwissenschaftler zu einem Symposion nach Hannover ein, um vor Mitgliedern von Bürgerinitiativen und Vertretern gesellschaftlich relevanter Gruppen über Nutzen und Gefahren von Atomkraft zu diskutieren. Damit bot er einerseits Experten mit kontroversen Ansichten die Möglichkeit, argumentierend die „Klinge" zu kreuzen. Andererseits schuf er eine Möglichkeit zur eigenen Meinungsbildung anhand profunder Information und Argumentation.

"Gerade dies erweist sich etwa im gesellschaftlichen Diskurs zum Thema Migration und Flüchtlingspolitik wieder als hoch aktuell: Mündige bürgerschaftliche Beteiligung setzt Bildung voraus!", schrieb Norbert Feith.