OB Kurzbach hebt bei 20 Jobs die Befristung auf

Pressemitteilung

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Verdi-Geschäftsführerin zu Gespräch im Rathaus. Stadtchef schafft mehr Sicherheit für Beschäftigte.

Ein gutes Ergebnis erzielte Oberbürgermeister Tim Kurzbach bei einem Gespräch mit der Verdi-Geschäftsführerin Stephanie Peifer im Solinger Rathaus. Peifer steht seit Anfang des Jahres an der Spitze des neu gegründeten Bezirks Düssel-Rhein-Wupper: Der Stadtchef sagte zu, von den derzeit 75 sachgrundlos befristeten Stellen in der Stadtverwaltung in einem ersten Schritt 20 zu entfristen. Kurzbach erklärte, es sei sein Ziel, auf Sicht alle sachgrundlos befristeten Jobs in unbefristete Arbeitsverhältnisse zu überführen. "Denn mir sind die Probleme bewusst, unter denen die Beschäftigten leiden", sagt Kurzbach. "Einer sicheren Familien- und Lebensplanung stehen dadurch oft Existenzängste im Wege." Als Oberbürgermeister und Verdi-Mitglied will er seinen Bediensteten mehr Sicherheit geben. Diese fordert auch Uwe Hedtfeld, Vorsitzender des Personalrats der Stadt Solingen. Bei der letzten Personalversammlung hatte Verdi-Vertreter Hedtfeld erklärt: "Sechs Monate Probezeit reichen aus, um eine Eignung des Beschäftigten zu prüfen." Werde dieses halbe Jahr erfolgreich absolviert, müsse die Übernahme in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis erfolgen. Stephanie Peifer hatte sich mit dem Anliegen bereits vor dem Termin im Rathaus schriftlich an den OB gewandt. Verdi kämpft seit Jahren gegen die sachgrundlose Befristung von Stellen. 

Dem Oberbürgermeister und Verdi liegt das Wohl der städtischen Beschäftigten in der Verwaltung und in den Eigenbetrieben besonders am Herzen. Kurzbach und Peifer betonen, welch gute Arbeit dort für die Bürgerinnen und Bürger geleistet wird. Diese müsse auch angemessen bezahlt werden. Vor allem aus Sicht von Verdi trägt der jüngste Tarifabschluss dem Rechnung.

Das Gespräch mit Stepanie Peifer war das erste persönliche Treffen zwischen dem OB und der Verdi-Geschäftsführerin. Dabei stellten beide bei vielen Themen Übereinstimmung fest - wie etwa bei den städtischen Finanzen. Diese zu stärken, müsse im Berischen Land noch viel deutlicher in den Fokus der Politik gerückt werden, erklären Kurzbach und Peifer. Von Land und Bund fordern sie daher mehr Unterstützung, um die Haushalte dauerhaft zu stabilisieren. Es sei nicht hinnehmbar, dass die Kommunen bei sprudelnden Steuereinnahmen weiterhin unterfinanziert seien.

Der Rathaus-Chef und Verdi werden dauerhaft im Gespräch bleiben. Es sei eine gute Grundlage geschaffen, um konstruktiv zusammenzuarbeiten.