OB Kurzbach schreibt nach Jinotega

Pressemitteilung

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Er plädiert für einen friedlichen Dialog im Land.

In einem Schreiben an den Bürgermeister von Solingens nicaraguanischer Partnerstadt Jinotega reagierte Oberbürgermeister Tim Kurzbach auf dramatische Ereignisse in dem mittelamerikanischen Land, die viele Tote und Verletzte gefordert haben. Er schieb: "Zusammen mit unseren Freunden vom Förderverein Städtefreundschaft Solingen-Jinotega beobachten wir die Entwicklungen im Land mit größter Sorge und sind sehr bestürzt über die gewaltsamen Auseinandersetzungen. Das gewalttätige Vorgehen lehnen wir ab." Weiter heißt es in dem am 30. April per Mail  übermittelten Schreiben." Nach unseren Informationen sind die Proteste in Jinotega dank Ihrer Bemühungen, verehrter Herr Bürgermeister, in Kooperation mit der Regionalregierung, der Polizei Jinotegas und der Kirche bisher friedlich verlaufen. Werter Kollege, ich appelliere hiermit an Sie, weiterhin alles in Ihrer Macht Stehende zu tun, um Lösungen für die anstehenden Probleme zu finden, und zwar in Form eines konstruktiven, friedlichen Dialogs mit allen beteiligten Akteuren, damit die nachhaltige lokale Entwicklung der Gemeinde Jinotega und ganz Nicaraguas voranschreiten kann."

Das Bestreben Solingens sei es, die jahrzehntelange Zusammenarbeit mit aller Kraft und in bester Weise fortzusetzen.

Im Vertrauen darauf kündigt Kurzbach den erneuten Besuch einer Gruppe junger Europäerinnen und Europäer im Rahmen eines Workshops im Projekt „Junge Expertise für Nachhaltige Kommunale Entwicklung“ im September an. Unter ihnen werden auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Solinger Verwaltung sein. "Ich bitte Sie, die jungen Leute im September in Ihrer Stadt willkommen zu heißen", schreibt Solingens Oberbürgermeister.

Er berichtet dem Amtskollegen außerdem von einer Ankündigung der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (Engagement Global), die Städte Solingen und Jinotega zur „zweiten Regionalkonferenz zu Kommunalen Partnerschaften mit Lateinamerika und Karibik“ Ende Oktober nach Nürnberg einladen zu wollen. "Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie, Herr Bürgermeister, mit einer Delegation an dieser Konferenz teilnehmen könnten. Bitte seien Sie darüber hinaus herzlich eingeladen, uns im Anschluss an die Konferenz in Solingen zu besuchen, damit wir uns mit allen Akteuren, vor allem unseren Freunden aus dem Förderverein, zu unserer gemeinsamen Zusammenarbeit austauschen können. Seien Sie jederzeit wieder herzlich willkommen in Solingen!"

Der Brief endet mit großer Hoffnung auf eine baldige friedliche Lösung der aktuellen Situation in Nicaragua und mit der Zuversicht auf weitere, gute Zusammenarbeit.