Oberbürgermeister Norbert Feith zu Gast in der Türkei

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Empfang beim Gouverneur von Amasya

Zu einem Besuch in der Heimat der Familie Genç sind Stadtoberhaupt Norbert Feith und die Solinger Integrationsbeauftragte Anne Wehkamp am Montag aufgebrochen.

Nach einem Zwischenstopp in Istanbul erreichte die kleine Reisegruppe unter Führung der 13jährigen Genç-Enkelin Özlem (Feith: „Ohne das kluge Mädchen wären wir vielleicht nicht angekommen.") gestern Nachmittag die Provinzhauptstadt Amasya, wo sie bis Donnerstag Gast der Familie ist. Noch am Montag machten die Solinger dem Bürgermeister Cafer Özdemir ihre Aufwartung, heute empfing sie Provinzgouverneur Abdil Celil Öz.

Norbert Feith. „Das Geschehen um den zwanzigsten Jahrestag ist in der Türkei offenbar sehr aufmerksam verfolgt worden. Das Bekenntnis von Mevlüde Genç, in Solingen eine zweite Heimat gefunden zu haben, ist hier gut bekannt und wird akzeptiert."

Sehr angetan zeigt sich der Oberbürgermeister von der Stadt Amasya (rund 100.000 Einwohner), malerisch gelegen im engen Tal des Flusses Yeşilırmak am Rande des Pontos-Gebirges. Amasyas Siedlungsgeschichte lässt sich bis zu den Hethitern zurückverfolgen, den Burgberg beherrscht eine byzantinische Festung. Dass die Reise im Fastenmonat Ramadan stattfindet, erlebte der Oberbürgermeister ganz hautnah auf der Terrasse einer befreundeten Familie. „Ein Böllerschuss signalisiert, wenn es Zeit zum Fastenbrechen ist. Auf dieses Zeichen wartet die ganze Stadt."

Am morgigen Mittwoch fährt die Gruppe nach Mercimek, dem Heimatdorf der Familie Genç. Dort befinden sich auch die Gräber der in Solingen 1993 getöteten Familienangehörigen. Am Donnerstag geht es zurück nach Deutschland.

Dann werden Norbert Feith und Anne Wehkamp sich auch wieder an die tropischen Heimattemperaturen gewöhnen müssen. Das Wetter in Amasya ist gemäßigt, 23 bis 25 Grad und leicht bedeckt..

Der Besuch aus der Klingenstadt auf der Homepage der Provinz Amasya:

http://www.amasya.gov.tr/haber-detay.asp?NewsId=1246