Ohligser Heide: Die Schafe sind wieder da

- 269/bw

Schon zum 15. Mal pflegen Schafe und Ziegen die Heideflächen im Naturschutzgebiet Ohligser Heide.

Diesmal kommt eine dreihundertköpfige Schaf- und Ziegenherde des Betriebes Franz Eikermann auf rund 20 Hektar in der Ohligser und Teilen der Krüdernsheide zum Einsatz.

Basierend auf einem Landwirtschaftsprogramm der Europäischen Union und des Landes NRW folgt die Stadt Solingen einer traditionellen Wirtschaftsweise zur Hüteschafhaltung, um diese Kulturlandschaft zu erhalten.

Die Heideflächen waren durch Aufforstungen nahezu verschwunden. In den letzten 25 Jahren ist es gelungen, wieder Feucht- und Trockenheideflächen mit so charakteristischer Pflanzenarten wie Glockenheide, Mittlerer Sonnentau, Sumpfbärlapp und Englischer Ginster in so gutem Zustand zu kultivieren, dass sie den Status der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der europäischen Union als prioritärer Lebensraum erfüllen.

Einen Nachweis erfolgreichen Artenschutzes liefert auch die Rückkehr zahlreicher Wildbienen-Arten, wie etwa der Heidekraut-Sandbiene, denen die Heidepflanzen als Nahrungsquelle und die sandigen Böden als Lebensstätte dienen.

Mit dem Kooperationspartner Biologische Station Mittlere Wupper betreut die Stadt Solingen als Flächeneigentümer die Unterhaltungsarbeiten vor Ort. Die Pflege ist eingebunden in die Pflege von Heidevegetationsflächen im Kreis Mettmann (Further Moor und Hildener Heide), was den Lebensraumverbund Bergischer Heideterrassen insgesamt stärkt.

Weitergehende Informationen: Stadtdienst Natur und Umwelt, Marita Klause, Telefon 290-6579, Biologischen Station Mittlere Wupper, Dr. Jan Boomers, Telefon 254-2727.