Preisträger von postpoetry.NRW lesen in der Stadtbibliothek

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Der Lyriker Marcus Neuert (Minden) und die in Solingen lebende Nachwuchsautorin Franka Niebeling zählen zu den fünf Preisträgern des "postpoetry.NRW" 2014.

Am Donnerstag, 26. Februar, lesen sie um 19 Uhr im Lichtraum der Stadtbibliothek, Mummstraße 10.

Ziel dieses von der Gesellschaft für Literatur in NRW e. V. ausgerichteten Wettbewerbs ist es, die Lyrikszene des Landes zu fördern, ihr ein öffentliches Forum zu schaffen, aber auch mehr Leserinnen und Leser für Lyrik zu gewinnen. Lyrikpostkarten mit den Texten der Preisträger liegen in Bibliotheken und Kultureinrichtungen kostenlos zum Mitnehmen aus.

 Die 1997 geborene Nachwuchsautorin  Franka Niebeling besucht derzeit das Gymnasium Schwertstraße in Solingen. Für ihr Gedicht „und“ wurde sie mit einem der postpoetry-Nachwuchspreise sowie dem Publikumspreis ausgezeichnet. In der Begründung der Jury heißt es: „Noch nie hat sich eine Schreibblockade poetischer angehört! In Und berichtet Franka Niebeling auf ungewöhnliche Weise von einer Situation, die wohl jeder kennt: vor dem weißen Word-Dokument zu sitzen, auf den blinkenden Strich zu starren und nicht zu wissen, was man schreiben soll.“

Marcus Neuert, geboren 1963 in Frankfurt am Main, lebte vierzig Jahre in Baden-Württemberg, ehe er 2010 nach Minden übersiedelte. Den postpoetry-Preis erhielt er für sein Gedicht „Zimmer 2013“, das das Alt-Sein in seiner ganzen Vergeblichkeit und Grausamkeit darstellt.  Das Gedicht überzeuge, so die Jury, „mit einer stimmigen Motivkette, origineller Metaphorik und vermeidet souverän die Klischees und Stereotypen, die mit diesem Thema verbunden sind.“

Moderiert wie die Veranstaltung von dem in Kerpen lebenden Lyriker Gerrit Wustmann

Das Projekt postpoetry.NRW wird von der Gesellschaft für Literatur in NRW e. V. in Kooperation mit dem Landesvorstand des Verbandes deutscher Schriftsteller in ver.di getragen und unterstützt vom Kulturministerium und der Kunststiftung NRW.