Erika-Rothstein-Schule: Lösung gefunden

Pressemitteilung

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Vier Jahrgänge bleiben zunächst im Gebäude Rennpatt.

Die Erika-Rothstein-Förderschule und ihre offene Ganztagsbetreuung werden ab Beginn des neuen Schuljahrs am 12. August in vollem Umfang arbeiten können. Dafür sorgt die vorübergehende Eröffnung eines dritten Standorts neben der Ernst-Reuter-Straße und der Deller Straße. Vier Jahrgänge bleiben ab dem kommenden Schuljahr im Gebäude Rennpatt.

Auf diese Lösung verständigten sich gestern die Schulverwaltung und die Leiterinnen der beiden betroffenen Schulen. Zuvor waren  verschiedene Alternativen geprüft worden. Das Stammgebäude der Erika-Rothstein-Schule an der Deller Straße ist in den vergangenen Monaten aufwändig energetisch saniert worden, mit neuem Dach, Fassadendämmung und Erneuerung der Fenster. Dadurch können die Räume einer ehemaligen Hausmeisterwohnung im Dachgeschoss nicht mehr genutzt werden.

Während der Sanierungszeit war der dort ansässige Teil der Schule bereits vorübergehend im Schulgebäude Rennpatt untergebracht. Nach den Sommerferien werden nun vier Jahrgänge dort unterrichtet. Sie nutzen dort Räume für Unterricht, Betreuung und therapeutische Anwendungen, die von der Grundschule Uhlandstraße nicht  benötigt werden. Die Grundschule belegt ab Schuljahrsbeginn den größten Teil der Gebäude am Rennpatt, während das eigene Stammgebäude ebenfalls grundlegend saniert wird.

Schuldezernentin Dagmar Becker ist froh über diese schnelle und kooperative Lösung und bedankt sich bei den Beteiligten. Sie bedauert, dass nicht frühzeitiger über die Raumsituation sowie weitere Perspektiven und Lösungen mit der Schule gesprochen wurde.

Auf Initiative von Oberbürgermeister Tim Kurzbach nimmt die Stadt über 100 Millionen Euro in die Hand, um den Gebäudebestand der Solinger Schulen zu sanieren. Insgesamt sollen im Rahmen der aktuellen Schulentwicklungsplanung in den kommenden Jahren sogar 300 Millionen Euro in die Solinger Schulen investiert werden.  

Auch für die Förderschulen werden langfristige Lösungen erarbeitet. Ein bereits vorgesehener Experten-Dialog dazu musste aufgrund der Corona-Krise abgesagt werden. "Es steht völlig außer Frage, dass die Kinder und Jugendlichen dort, aber auch das hoch engagierte Lehrpersonal, unserer besonderen Beachtung und Fürsorge bedürfen", sagt die Leiterin der Schulverwaltung, Anke Svensson. Inzwischen gebe es verstärkt den Wunsch von Eltern, ihre Kinder an Förderschulen unterrichten zu lassen. Insgesamt steige der Förderbedarf, auch an Schulen des Gemeinsamen Lernens.

"Wir brauchen klare Entwicklungsrichtlinien, um die Förderschulen auch langfristig für die Zukunft aufzustellen", sagt Schuldezernentin Dagmar Becker, „so haben wir es im Rahmen der Schulentwicklungsplanung vorgesehen.“