Die Stimme der Jungen wird gebraucht

Pressemitteilung

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Jugendstadtrat war zu Gast bei Oberbürgermeister Tim Kurzbach

Was können Jugendstadtrat und Rathaus gemeinsam für das Ziel einer offeneren und sozial gerechteren Gesellschaft tun? Wie begegnen Verwaltung und Stadtpolitik plumpem Populismus und rechtsextremer Panikmache in den sogenannten „Sozialen Netzwerken"? Das waren zwei der Themen, über die Finn Grimsehl-Schmitz, Marius Rauh und Max Gunkel vom Vorstand des Jugendstadtrates am Dienstagnachmittag mit Oberbürgermeister Tim Kurzbach eine Stunde lang diskutierten. Die Einladung ins Rathaus hatte Kurzbach unmittelbar nach seinem Urlaub nach verbalen Facebook-Pöbeleien gegen das Jugendparlament ausgesprochen, um den Jugendstadträtinnen und -räten den Rücken zu stärken. Die Vorstandsmitglieder Hatice Sahin und Dilan Kaplan konnten der kurzfristigen Einladung nicht folgen.

Kurzbach: „Der Solinger Jugendstadtrat ist ein Erfolgsmodell. Er steht für demokratische Werte, für gelungene Integration und für den jugendlichen Schwung, den die Kommunalpolitik so dringend braucht. Der Jugendstadtrat ist eine Super-Plattform für junge Menschen, die ihre ersten Schritte in die Politik machen. Wenn wir ihn nicht schon hätten, dann müssten wir ihn erfinden."

So sahen das die drei Solinger Jugendstadträte auch und wünschen sich deshalb konsequent auch ein Rederecht im Stadtrat, das sie als Mitglieder eines „Unterausschusses" bisher nicht haben. Max Gunkel: „Das Rederecht würde dem Jugendstadt einen höheren Stellenwert verschaffen. Die Stimme der Jungen wird gebraucht. Es würde klar werden, dass wir nicht nur eine Lobby für junge Leute in Solingen sind, sondern mit unseren Ideen die ganze Stadtgesellschaft voranbringen können." Ein Anliegen, das Tim Kurzbach unterstützt: „Gerade in Zeiten, in den sich viel verändert, ist es wichtig, dass die Stimme der Jugend in den politischen Ausschüssen gehört wird". Der Oberbürgermeister versprach, den vom Jugendstadtrat eingebrachten Vorschlag nach einem Rede- und Antragsrecht in den Gremien des Rates zu unterstützen.