Corona: Vorerst keine Beschränkung für private Feiern

Pressemitteilung

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Solingen folgt der Verordnung des Landes und greift nicht behördlich in die Privatsphäre ein.

Von Donnerstag auf Freitag ist die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen um weitere 38 gestiegen. Damit sind in Solingen aktuell 204 Personen nachgewiesen infiziert, am Donnerstag waren es 166. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt damit auf 102,45. Sie lag am Donnerstag noch bei 88,3.

Auch wenn das Infektionsgeschehen sehr vielfältig ist, lässt sich eins ablesen: Nach allen Erkenntnissen gehen viele Ansteckungen von privaten Feiern aus. Laut Ordnungs- und Gesundheitsdezernent Jan Welzel ist dies ein Hauptinfektionsherd. Deshalb fordert er: "Hier müssen wir das Geschehen als Stadtgesellschaft insgesamt ganz schnell besser in den Griff bekommen und die Infektionsrate senken!" Welzel mahnt dringend dazu, dies ernst zu nehmen, der Vernunft zu folgen und auch zum Verzicht bereit zu sein. "Nur wenn wir die Kontakte zwischen den Menschen derzeit reduzieren, kann es uns gelingen, die starken Steigerungen der Infektionszahlen in den kommenden Wochen zu bremsen und langsam wieder senken. Und nur, wenn das gelingt, lassen sich noch schärfere Eingriffe verhindern! Nehmen Sie es bitte ernst!"

Dennoch will Solingen vorerst noch keine ordnungsbehördlichen Beschränkungen für private Feiern in privaten Wohnungen veranlassen. Weil die Klingenstadt dem folgt, was zwischen dem nordrheinwestfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet und den Kommunen in einer Konferenz am Freitagmittag vereinbart worden ist. Demnach greift die neue NRW-Corona-Schutzverordnung greift nicht mit einer Regelung ins private Wohnungsrecht ein.

"Wir folgen diesem Weg im Moment", erklärt Jan Welzel. "Aber wir erwarten, dass sich dennoch alle freiwillig an die gültigen Vorgaben halten. Das heißt: Auch bei Feiern in meiner Wohnung, in meinem Haus oder in meinem Garten die Kontakte zu reduzieren und eine Feier infektionssicher gestalten. Das sollten alle ab sofort berücksichtigen." Welzel kündigt zugleich aber auch an, dass die Stadt eine Verschärfung nicht ausschließen kann, falls die Entwicklung und die Erkenntnisse in Solingen dies verlangen.