Corona: Zwei weitere Todesfälle in Solingen zu beklagen

Pressemitteilung - Archiv

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Ordnungsdezernent Welzel: Wir können uns und andere vor dem Virus schützen, wenn wir achtsam sind.

Zwei weitere Menschen sind in Solingen dem Corona-Virus erlegen. Fünfzehn Menschen sind seit dem Beginn der Pandemie an CoVid-19 gestorben. Gleichzeitig stieg die Zahl der aktuell Infizierten auf 399. Die Sieben-Tages-Inzidenz liegt jetzt bei rund 194.

Die zweite Welle der Pandemie breitet sich in fast allen deutschen Städten aus, doch in Solingen sind die Infektionszahlen besonders hoch. Wie das Gesundheitsamt der Stadt mitteilt, gibt es aber nicht das besondere Ereignis, den einen Krankheits- und Ausbreitungsherd. Das Ansteckungsgeschehen sei kleinräumig: Es sei die Familie, der Freundeskreis, die Hobbysportmannschaft, in der die Solingerinnen und Solinger sich derzeit vor allem anstecken.

Der Solinger Ordnungs- und Rechtsdezernent Jan Welzel nimmt die aktuellen Fallzahlen zum Anlass, noch einmal einen Appell an die Solingerinnen und Solinger zu richten:

"Die aktuelle Zahl von Neuinfektionen in Solingen muss uns alle beunruhigen. Da das Ansteckungsgeschehen nicht zuletzt in unseren Familien und in unserem privaten Umfeld stattfindet, haben wir es auch in der Hand, zur Eindämmung der Pandemie beizutragen. Halten Sie Abstand, lüften Sie regelmäßig, waschen Sie regelmäßig die Hände gründlich und, ja, laden Sie weniger Gäste nach Hause an als sonst. Verschieben Sie größere Feiern auf bessere Zeiten.

Verschärfte Regeln für das öffentliche Leben sind erst am vergangenen Wochenende durch das Land Nordrhein-Westfalen und Allgemeinverfügungen der Stadt in Kraft gesetzt worden. Es gibt jetzt die Maskenpflicht in den Fußgängerzonen und belebten Straßen, die Zahl der Teilnehmenden an Veranstaltungen ist begrenzt, eine Sperrstunde in der Gastronomie angeordnet worden.

Der nächste Schritt wäre, noch stärker in das private Leben einzugreifen. Es wird diskutiert, den privaten Sportbetrieb einzuschränken oder auch die Zahl der Gäste zu reglementieren, die die Solinger in ihren vier Wänden empfangen, so wie andere Städte das bereits vollzogen haben.

Derartig weitgehende Eingriffe in Grundrechte wollen wir nicht leichtfertig beschließen: Wir wollen den Maßnahmen, die erst vor einer Woche in Kraft gesetzt wurden, Zeit geben zu wirken.

Die Stadt ist Herr des Geschehens, was die Betreuung von Menschen in Quarantäne und die Recherche der Kontakte angeht. Wir bauen die Zahl der Kräfte stetig weiter aus, wie es die Lage erfordert. Die Mannschaft für das kommende Wochenende steht. Das Testzentrum in Bethanien leistet hervorragende Arbeit und ist noch nicht an der Kapazitätsgrenze angelangt.

Aber ich bitte auch Sie herzlich: Nehmen Sie die Pandemie ernst. Es liegt an jedem von uns, der Ausbreitung der Virusinfektion entgegenzutreten."