Maskenpflicht rund um Kindergärten beachten

Pressemitteilung

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200 Meter um Kitas ist ein Mund-Nase-Schutz zu tragen. Testintensität lässt die 7-Tage-Inzidenz steigen.

Seit Montag, 15. Februar, gilt in Solingen eine neue Allgemeinverfügung. Deren Bestimmungen sind im Sonderamtsblatt der Stadt Solingen vom 12. Februar zu finden.

Wichtigste Neuerung ist dabei die Maskenpflicht, die seit dieser Woche im 200-Meter-Umkreis um Kindertagesstätten gilt. Diese Regelung hatte die Stadt Solingen am vergangenen Donnerstag beschlossen. Sie orientiert sich an der Maskenpflicht, die in Solingen bereits im Herbst vor dem Lockdown für die Umgebung der Schulen veranlasst worden war. Auch dort ist seitdem in einem Umkreis von 200 Metern um die jeweilige Schule herum ein Mund-Nase-Schutz zu tragen. Diese Regelung wird wieder an Gewicht gewinnen, wenn in den kommenden Wochen der Wechselbetrieb zwischen Präsenz- und Distanzunterricht in den Schulen beginnt.

Maskenpflicht jetzt auch rund um Kindergärten

Für die Kindergärten hat sich die Stadt Solingen für die Maskenpflicht im 200-Meter-Umfeld entschieden, weil zuletzt festzustellen war, dass es gerade im Kita-Betrieb inzwischen vermehrt zu Infektionen kommt. In den Kindertagesstätten gibt es einen Auslastungsgrad von rund 40 Prozent. Das bedeutet, dass sich hier nach wie vor viele Menschen täglich begegnen - Kinder, Erzieher:Innen und Eltern. Die Maskenpflicht soll helfen, im äußeren Umfeld das Infektionsrisiko zu senken.

Die Pflicht zur Mund-Nase-Bedeckung gilt für alle, die sich innerhalb dieses Radius bewegen. Weil es bei mehr als 90 Kindertagesstätten aber nicht möglich ist, die Gültigkeitsgebiete auf den Meter genau abzustecken und zu markieren, wird empfohlen, den Radius großzügig auszulegen und die Masken vorsichtshalber so zu tragen, dass womöglich auch ein etwas größerer Umkreis abgedeckt wird. Im Zweifel also bitte immer für die Mund-Nase-Bedeckung entscheiden.

Verstärktes Infektionsgeschehen in Kitas zu beobachten

Der in Solingen zuletzt wieder angestiegene Inzidenz-Wert hängt nach Auskunft des städtischen Gesundheitsamtes auch direkt mit dem Infektionsgeschehen in den Kindertagesstätten zusammen. Die unvermeidbare Nähe im Umgang mit kleinen Kindern trägt zu dieser Entwicklung bei. Zudem ist ebenfalls zu erkennen, dass die Infektionen über diesen Weg auch in die Familien und in deren privates Umfeld getragen werden. Die britische Virus-Mutation, die in der vergangenen Woche gleich mehrfach im Zusammenhang mit Infektionen in Kindergärten festgestellt wurde, verstärkt diese Entwicklung.

Stadt setzt auf mehr Tests in Kindergärten

Aus diesem Grund entwickelt die Stadt Solingen gerade ein Organisationskonzept, damit die Kitas in die Lage versetzt werden, selbst schnell mit regelmäßigen Tests zu beginnen. Hierzu finden derzeit die Abstimmungen zwischen dem Gesundheitsamt, dem Stadtdienst Jugend, den Trägern der Kindertagesstätten sowie den Eltern statt. Es werden die verfügbaren Testkapazitäten ermittelt sowie die Bedingungen für ein solches Programm geprüft. Dabei geht es auch um die Schulung von Personal, das dann für Tests eingesetzt werden kann. Das Testverfahren, bei dem es sich ausdrücklich um ein Angebot handeln wird, soll dann stufenweise in den Kitas im Stadtbezirk Mitte starten. Dieser verfügt über die höchste Bevölkerungsdichte. Insgesamt befinden sich allein 26 Kindertagesstätten in Mitte.

Teststrategie begünstigt steigende Inzidenz-Werte

Die inzwischen wieder deutlich gestiegene 7-Tage-Inzidenz ist nach Einschätzung des Gesundheitsamtes auch auf die Teststrategie der Stadt Solingen zurückzuführen. „In Solingen testen wir sehr umfassend“, erklärt Dr. Annette Heibges, Leiterin des Gesundheitsamtes. Die Erfahrung zeige, dass bei hohem Testaufkommen auch mehr positive Testergebnisse zu verzeichnen seien. Das sei auch bei den Tests im Zusammenhang mit den aktuellen Ausbrüchen in Kindertagesstätten zu beobachten. „Wir in Solingen haben diese Kapazitäten - sowohl beim Gesundheitsamt im Hinblick auf die Kontakt-Nachverfolgung als auch im Testzentrum in Bethanien sowie in den Arztpraxen und in den Krankenhäusern.“

Strategie der Stadt Solingen und des Oberbürgermeisters sei es, ein möglichst scharfes Bild über das Infektionsgeschehen in der Stadt zu gewinnen. „Dafür sind möglichst engmaschige Tests notwendig“, sagt Heibges. So werde etwa bei der Nachverfolgung der britischen Virus-Mutation intensiv getestet. Diesen Weg hat Solingen auf eigene Initiative schon vor einem Monat eingeschlagen. „Dort fallen dann immer wieder weitere positive Ergebnisse an, die sich natürlich spürbar in der Inzidenz niederschlagen“, sagt Heibges. Im Sinne eines vorausschauenden Managements in der Corona-Pandemie sei die Stadt Solingen aber davon überzeugt, mit dieser Strategie in die richtige weil verantwortungsvolle Richtung zu steuern.

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