Ehrenring der Stadt für Stadtdirektor a.D. Hartmut Hoferichter

Pressemitteilung - Archiv

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Projekte des ehemaligen Planungsdezernenten haben das Gesicht Solingens geprägt

Zu seiner großen Überraschung wurde der langjährige Planungsdezernent der Stadt Solingen, Stadtdirektor a.D. Hartmut Hoferichter, im Rahmen seiner Verabschiedungsfeier am Samstagabend mit dem Ehrenring der Stadt Solingen ausgezeichnet. Die Feier fand in der alten Maschinenhalle des Solinger Gründer- und Technologiezentrums statt.

Der Ehrenring kann laut städtischer Satzung an besonders verdiente Persönlichkeiten verliehen werden, die sich um das Wohl der Stadt Solingen verdient gemacht haben. Die Entscheidung hatten Oberbürgermeister Tim Kurzbach und die Vorsitzenden der Ratsfraktionen in großer Einmütigkeit und Vertraulichkeit getroffen, so dass Hoferichter, der bereits Ende des vergangenen Jahres aus dem aktiven Dienst ausgeschieden war, von der Ehrung im Vorfeld nichts erfuhr. Die ursprünglich für den 31. Dezember geplante feierliche Verabschiedung war pandemiebedingt wegen der hohen Infektionszahlen verschoben worden.

Oberbürgermeister Tim Kurzbach charakterisierte in seiner Laudatio den ehemaligen Ressortleiter für Planung, Bauen, Verkehr und Umwelt als einen Menschen von fast „preußischer Prägung“: „Pflicht, Fleiß, Zuverlässigkeit, Solidarität“ seien geradezu Teil seiner DNA gewesen. „Stets sachlich, zielgerichtet, vermittelnd, wenig auf sich selbst achtend – das ist Hartmut Hoferichter“. Fast mit allem und jedem wichtigen Thema der Stadtpolitik habe der Chefplaner und allgemeine Vertreter des Oberbürgermeisters in seiner Dienstzeit zu tun gehabt: Stadtentwicklung und Verkehr, Innenstadtentwicklung, Weltkulturerbe Müngstener Brücke, Sanierung Schloss Burg und mit komplexen  Projekten wie der Realisierung des Galileums. Der Oberbürgermeister hob ein Zitat aus der Solinger Presse des Jahre 2001 heraus. Damals wurde berichtet, der neue Planungsdezernent fahre jeden Morgen auf einem anderen Weg zu seinem Arbeitsplatz im Rathaus, „um sich ein Bild von der Stadt zu machen, deren Gesicht er in den kommenden Jahren neue Züge verleihen“ wolle. Tim Kurzbach stellte mit dem Abstand von 21 Jahren und „großem Respekt“ fest: „Das ist dir gelungen. Du hast dem Gesicht der Stadt neue Züge verliehen. Dafür dankt Solingen dir heute.“

Aus der Begründung für die Verleihung des Ehrenrings:

„Stadtdirektor Hartmut Hoferichter steht seit Februar 2001 im Dienst der Stadt Solingen, seit 2005 ist er erster Beigeordneter. In diesen über zwanzig Jahren haben die von ihm verantworteten Stadtentwicklungs-, Bauprojekte und Planungsverfahren das Gesicht unserer Stadt modernisiert und entscheidend zum Positiven verändert. So hat er die Projekte der Regionale 2006 zum Erfolg geführt, darunter so innovative wie den Südpark, der Gewerbeflächen mit Künstlerateliers kombiniert. Zu erwähnen sind aus dieser Zeit auch der Zentrale Busbahnhof am Graf-Wilhelm-Platz sowie die Haltepunkte Mitte und Grünewald und nicht zuletzt der Brückenpark Müngsten. Diese erfolgreiche Reihe hat Hartmut Hoferichter fortgesetzt, etwa mit den Integrierten Stadtentwicklungskonzepten für Ohligs, Solingen-Mitte, Burg und Wald oder mit der aufwändigen Restaurierung von Schloss Burg, das nicht zuletzt durch seine Bemühungen zu einem Denkmal von nationaler Bedeutung wurde. Seine hervorragenden Kontakte zu Ministerien und Landesbehörden und seinen langjährigen Vorsitz im Bauausschuss des Deutschen Städtetages wusste Stadtdirektor Hoferichter auch dafür nutzen, Unterstützung und Fördergelder für Vorhaben in Solingen zu akquirieren. Als verantwortlicher Dezernent für Bürgerbeteiligung verstand er es, die Planungsvorhaben der Stadt den Menschen verständlich zu kommunizieren. Durch sein großes Engagement und seinen beharrlichen Fleiß hat sich Hartmut Hoferichter um das Wohl der Klingenstadt verdient gemacht.“

1964 wurde der Ehrenring eingeführt. Er besteht aus einem goldenen Fingerring mit blau unterlegtem Stadtwappen. Seither hat es 72 Verleihungen gegeben, zuletzt im Jahr 2020 posthum an den plötzlich verstorbenen Alt-Oberbürgermeister Uli Uibel.