Runder Tisch für Flüchtlingshilfe

Pressemitteilung

- 30/pe

Stadt und Zivilgesellschaft organisieren gemeinsam Hilfe für Flüchtlinge

Unter dem Vorsitz des Sozialdezernenten Robert Krumbein tagte am 19. Januar der Solinger „Runde Tisch Flüchtlingshilfe“ zum ersten Mal. Rund 45 Personen aus Politik und Stadtverwaltung, Wohlfahrtsverbänden sowie Vereinen und Initiativen hatten sich am späten Nachmittag im VHS-Forum zusammengefunden, um sich über die aktuelle Flüchtlingssituation in Solingen informieren zu lassen und zu erfahren, welche Form von Unterstützung die Stadt von der Zivilgesellschaft erhofft und erbittet. Themen wie die Unterbringung der Menschen und die Wohnungssuche standen im Vordergrund sowie das Modell von „Bürgerpaten“, die Flüchtlinge bei Einkäufen, Ämtergängen und bei der Bewältigung des Alltags unterstützen. Anfang Februar richtet die Stadt eine „Koordinierungsstelle Flüchtlingshilfe“ ein, die sich auf die Wohnungssuche begibt und zentraler Ansprechpartner für alle sein wird, die eine Unterkunft zur Verfügung stellen wollen.

Auch für alle Fragen der sozialen Betreuung der Flüchtlinge soll es eine zentrale Anlaufstelle in gemeinsamer Trägerschaft der Wohlfahrtsverbände geben. Über einen entsprechenden Förderantrag mit dem Namen „So kann Ankommen gelingen“ an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge berichtete die AWO. Mit einem Bescheid wird allerdings erst im Frühjahr gerechnet. Erst wenn die Förderzusage vorliegt, können die Verbände die notwendigen Stellen schaffen. Bereits Anfang Januar hat die Stadt Solingen gemeinsam mit der Diakonie, der Caritas und der Arbeiterwohlfahrt ein Ehrenamts-Projekt konzipiert, zu dem noch weitere Infos folgen werden.

Nach zweieinhalb Stunden Information und Diskussion resümierte ein Teilnehmer, Solingen  habe seit den frühen 90er Jahren Fortschritte in Sachen „Willkommenskultur“ gemacht. Heute gäbe es für Flüchtlinge ein Netzwerk aus  Menschen und Institutionen, das es damals – in den Zeiten großer Flüchtlingszuwanderung – so nicht gegeben habe.

Für die Stadt Solingen nahmen der Stadtdienst Integration, die Schulverwaltung sowie das Jugend-, das Sozial- und das Sportamt an der Informationsveranstaltung teil, für die Politik Vertreterinnen und Vertreter der im Rat vertretenen Fraktionen sowie der Integrationsrat. Die Solinger Vereine und Initiativen vertraten unter anderem der Verein Frauen helfen Frauen, die Stadtteilfrauen, der Solinger Sportbund, amnesty sowie der neugegründete Verein „Flüchtlingshilfe Solingen“. Vertreterinnen und Vertreter der Wohlfahrtsverbände, der evangelischen und katholischen Gemeinde und einer Moscheengemeinde rundeten das Bild ab.

Das nächste Treffen im Plenum vereinbarte der „Runde Tisch“ für Ende Juni. Bis dahin sollen kleinere und effizientere Arbeitsgruppen die drei Hauptthemen „Wohnen“ – „Soziale Begleitung“ – „Schule, Kita, Sprache“ bearbeiten und die Frage klären, wie bürgerschaftliches  Engagement in der Flüchtlingshilfe weiterhin sinnvoll eingesetzt und besser vernetzt werden kann.