Sanierung der Stützwand beginnt

- 380/ri

Am Montag, 22. Juli, beginnt die Sanierung der Stützwand an der Panoramaebene von Schloss Burg. Vor rund einem Jahr war der schlechte Zustand des Bauwerks festgestellt worden, seither sorgten Absperrungen für die nötige Sicherheit.

Zur Vorbereitung haben Mitarbeiter der Technischen Betriebe Solingen (TBS) in einem gemeinsamen Kraftakt und unterstützt von Hubgeräten, sogenannten "Ameisen", die 22 Meter lange und etwa eine Tonne schwere Holzbank aus Bergischer Fichte verschoben.

Im ersten Bauabschnitt, der voraussichtlich sechs Wochen dauern wird, arbeitet eine Spezialfirma für Sanierung und statische Sicherung von Natursteinstützmauern mit dem patentierten BST- Systemvernagelungsverfahren. Zunächst werden Fugen und schadhafte Stellen ersetzt, damit zukünftig kein Wasser oder Wurzelwerk mehr eindringen kann, anschließend folgen Injektionsbohrungen und Verpressungen, damit abschließend Erdnägel gesetzt werden können. So entsteht ein neues Tragesystem, das die angreifenden Kräfte aufnimmt und ableitet, sodass die Mauer in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten werden. Während dieser Arbeiten ist die Zuwegung an der Stützwand nur eingeschränkt nutzbar.

Im zweiten Bauabschnitt wird die Oberflächenentwässerung neu geregelt. Niederschlag soll nicht mehr an den Stützwandkopf gelangen können und zudem die Wassermenge, die in den Untergrund eindringt, verringert werden. Die durch ihr Wachstum schädigenden Wurzeln der Eibe werden von der Wand bis zur Treppe entfernt.Für diese Arbeiten sind rund acht Wochen veranschlagt.

Insgesamt wird die Sanierung der Stützwand rund 190.000 Euro kosten.