Seniorensicherheitsberater zu Gast im Rathaus

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15 Seniorensicherheitsberaterinnen und -berater waren heute zu Gast im Rathaus. Oberbürgermeister Norbert Feith hatte sie eingeladen, um für ihr ehrenamtliches Engagement zu danken, sich ihre Erfahrungsberichte, Einschätzungen und Vorstellungen anzuhören. Seit dem Jahr 2008 sind 19 Solinger Seniorinnen und Senioren ehrenamtlich als Sicherheitsberater für die ältere Generation tätig. Sie beschäftigen sich mit Kriminalprävention, aber auch mit Sicherheit im Straßenverkehr und Vermittlung von Ansprechpartnern oder Netzwerken.

Im Gespräch mit dem OB äußerten sie sich lobend über eine professionelle Aus- und Fortbildung als auch die überwiegend positive Resonanz ihrer Zielgruppe. Die Beraterinnen und Berater nehmen gern Einladungen zu Vorträgen bei Vereinen, Gruppen oder Freundeskreisen an. Sie werden auch immer wieder in Einzelfällen tätig. "Wenn ich etwa im Supermarkt eine nachlässig im Einkaufswagen liegende oder unverschlossen über der Schulter hängende Tasche bemerke, dann spreche ich die Besitzerin oder den Besitzer darauf an", berichtete eine Teilnehmerin. Insgesamt seien die Leute vorsichtiger geworden, so lautete ihr Eindruck. Jörg Peiseler, Ansprechpartner der Gruppe bei der Polizei, fasste die Antworten auf eine Frage Norbert Feiths, ob die ältere Generation sich in Solingen sicher fühle, so zusammen: Das hänge letztlich von persönlichen Erfahrungen und denen im engeren Familien- und Bekanntenkreis ab. Sei jemand etwa Opfer eines Räubers oder Betrügers geworden, reagiere oft das gesamte Umfeld sehr aufgeschreckt. Ansonsten herrsche auch Sorglosigkeit in einer Generation vor, die - so sagte es eine Teilnehmerin - mit Vertrauen und Leistungsbereitschaft aufgewachsen sei.

Die Seniorensicherheitsberaterinnen und -berater sind zu erreichen über die Abteilung Kriminalprävention/Opferschutz bei der Polizei, Telefon 0202 284-1821 oder -1801, per e-mail: joerg.peiseler@polizei.nrw.de.

Infos im Internet: www.seniorensicherheitsberater.de