Siebenborn verstorben

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Er war Beigeordneter von 1976 bis 1996. Die Kultur lag ihm besonders am Herzen.

Dieter Siebenborn, von 1976 bis 1996 Beigeordneter der Stadt Solingen, ist im Alter von 85 Jahren in seiner Heimatstadt Bergisch-Gladbach verstorben.

Der Jurist war bis zu seinem Ruhestand für die Bereiche Schule, Kultur, Sport, Bibliothek, Orchester, Archiv und für das Deutsche Klingenmuseum verantwortlich. In seine Amtszeit fielen die Gründung der ersten Solinger Gesamtschulen und die Schaffung neuer Aus- und Weiterbildungsformen. Im Sport lag ihm der Ausbau des Breitensports am Herzen.

Sein besondere Leidenschaft galt immer der Kunst. Mit Herzblut setzte er sich für die Kultur in unserer Stadt ein, bemühte sich erfolgreich um Sponsoren, Mäzene und Freundeskreise, die einiges möglich machten, was der öffentliche Etat nicht abdeckte.

Der Umbau des Klosters Gräfrath zum Deutschen Klingenmuseum fiel ebenso in seine Amtszeit wie die räumliche Zusammenführung von Volkshochschule, Stadtbibliothek und damaligem Kulturbüros in den Clemens-Galerien und die Gründung des Museum Baden, des heutigen Kunstmuseums.

Er pflegte eine enge Freundschaft mit dem Künstler Georg Meistermann und rief das Solinger Tanzfest ins Leben, das seitdem Jahr für Jahr im Theater den Solinger Tanzgruppen unterschiedlicher Stile eine Bühne bietet. Zudem war er Vorstandsmitglied des Schlossbauvereins Burg an der Wupper e.V. In zahlreichen Aufsätzen und launigen Beiträgen nahm er Stellung zu Themen aus Schule und Kultur.