Solingen bekommt ein „Kommunales Integrationszentrum“

Pressemitteilung

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Land Nordrhein-Westfalen fördert Integrationsarbeit in der Klingenstadt

Aus der „RAA Solingen“ wird das „Kommunale Integrationszentrum“ der Stadt, angesiedelt beim „Stadtdienst Integration“. Gestern erhielt Stadtdienstleiterin Anne Wehkamp den Förderbescheid des Landes über 14.167 Euro für den laufenden Dezember. Ab dem nächsten Jahr kann die Stadt sogar mit einer jährlichen Fördersumme von 170.000 Euro aus Landesmitteln rechnen. Von dem Geld werden zusätzlich zweieinhalb Stellen (Sozialpädagogen und eine Verwaltungskraft) für die Integrationsarbeit der Stadt geschaffen und finanziert. Im November hatte die Stadt Solingen einen Förderantrag bei der Bezirksregierung Arnsberg gestellt, die in NRW als „Kompetenzzentrum für Integration“ fungiert.

Hintergrund ist das Teilhabe- und Integrationsgesetz des Landes, mit dem auch die Integrationspolitik auf kommunaler Ebene neu aufgestellt werden soll: die lokalen RAAs (Regionale Arbeitsstellen zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien“) wandeln sich zu strategischen Agenturen einer umfassend gedachten Integrationsarbeit: Integration soll nicht mehr die Aufgabe von Spezialisten innerhalb des Rathauses sein, sondern  „Querschnittsaufgabe“ der Behörde insgesamt. Die „Vernetzung“ von Verwaltungsstellen, Migrantenorganisationen und freien Trägern der sozialen Arbeit spielt deshalb eine große Rolle. Ein weiterer wichtiger Arbeitschwerpunkt der Integrationszentren ist die „Integration durch Bildung“. Solingen kam zugute, dass in der Klingenstadt Integration schon seit fast zwanzig Jahren strategisches Thema von Kommunalpolitik und Verwaltung ist. Für sein „Integrationskonzept“ erhielt Solingen im Jahr 2005 den Integrationspreis der Bertelsmannstiftung und des Bundesinnenministeriums.

Die Vorarbeiten für den Solinger Förderantrag begannen vor einem Jahr. Im November 2011 beauftragte der Zuwanderer- und Integrationsrat (ZUWI) die Integrationsbeauftragte, in Zusammenarbeit mit Vereinen und Organisationen der Zuwanderer und den Wohlfahrtsverbänden ein Konzept für ein Solinger Zentrum zu entwickeln. Der Ansatz überzeugte den ZUWI und anschließend den Stadtrat, der am 5. Juli. beschloss, ein Kommunales Integrationszentrum in Solingen einzurichten.

Schwerpunkte und Ziele des künftigen Kommunalen Integrationszentrums:

  1. Das Kommunale Integrationszentrum in Solingen verfolgt einen inklusiven Bildungsansatz, in dem die Potenziale der Kinder so früh wie möglich erkannt und gefördert werden
  2. Das Kommunale Integrationszentrum fördert die Potenziale von Menschen mit Migrationshintergrund bei der Eingliederung in (Aus)Bildung und in den Arbeitsmarkt
  3. Das Kommunale Integrationszentrum unterstützt und fördert die Potentiale der kulturellen Vielfalt als Bereicherung und Gewinn füreinander. Toleranz, Respekt und Akzeptanz der Unterschiede sind die Grundlage dafür.

Kontakt:
Integrationsbeauftragte Anne Wehkamp, fon 0212 290 2225