Solingen freut sich über immer mehr Kinder

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Acht weitere Kitas müssen her

"Alles, was wir für Kinder tun, ist eine Investition in die Zukunft." Oberbürgermeister Tim Kurzbach blickt erfreut auf steigende Einwohnerzahlen und den Zuzug junger Familien nach Solingen. Familienfreundlichkeit ist eines der Themen, das er sich persönlich auf die Fahnen geschrieben hat. Derzeit leben 4.157 Kinder zwischen 3 und 6 Jahren in der Klingenstadt, im Jahr 2025 werden durch die voraussichtliche Geburtenentwicklung, den Zuzug von Familien und den Zuwachs an Flüchtlingen 4.576 sein. Bei den unter Dreijährigen gibt es eine ähnliche Entwicklung: von 4.182 im laufenden Jahr auf 4.495 im Jahr 2025.

Das bedeutet steigenden Bedarf an Kindergarten- und in der Folge auch an Schulplätzen. Die Verwaltung hat den Ratsgremien jetzt eine Ausbauplanung für die Kinderbetreuung vorgelegt, die im Finanzausschuss (21. April), im Jugendhilfeausschuss (25. April) und im Rat (28. April) behandelt wird.

Schon für das nächste Kindergartenjahr werden 19 zusätzliche Gruppen benötigt. Bis 2025 werden es 53 Gruppen in elf neuen Einrichtungen sein. Der Bau von drei neuen Kitas mit zwölf Gruppen (1 in Mitte, 2 in Ohligs/Merscheid/Aufderhöhe) wurde bereits im letzten Jahr beschlossen.

Die Finanzierung für die verbleibenden 41 Gruppen in acht Neubauten muss nun in die Haushalte der kommenden Jahre eingearbeitet werden. Insgesamt geht die Stadt dafür von bis zu 4,2 Millionen Euro jährlich aus.

Eine Zuordnung in die Stadtbezirke und eine Zeitplanung hat die Fachverwaltung bereits vorgenommen: Die drei beschlossenen Kitas mit je vier Gruppen sind für das Jahr 2017/2018 vorgesehen, zwei weitere mit je 6 Gruppen für 2018/2019 ebenfalls in Mitte und Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid. Je eine Einrichtung in Gräfrath (4 Gruppen) und Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid (6 Gruppen) soll 2019/2020 entstehen, ein Kindergartenjahr später je eine in Burg/Höhscheid (6 Gruppen) und Wald (4 Gruppen), 2022/2023 folgen eine weitere in Wald (4 Gruppen) und eine in Mitte (5 Gruppen).

Ausbaustrategien im Bereich Schule, bis hin zu möglicherweise erforderlichen Neubauten, sollen in Kürze entwickelt werden.