Solingen in Zahlen - Statistisches Jahrbuch erschienen

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185 Seiten Solingen in Zahlen bietet das Statistische Jahrbuch 2011, das soeben erschienen und zum Preis von 15 Euro beim Stadtdienst Einwohnerwesen an der Gasstraße 22b zu haben ist.

Tabellen und Grafiken stellen dar, wie sich die Bevölkerung der Stadt oder der Arbeitsmarkt entwickelt hat, wie es um den Wohungsbestand steht, wie sich die Preise entwickelt haben, die Tageseinrichtungen für Kinder, der Bestand an Kraftfahrzeugen und vieles mehr. Hinzu kommt ein Vergleich mit anderen Städten. Unverändert sind allein die geografischen Daten: höchster Punkt ist nach wie vor der Gräfrather Lichtturm mit 276 Metern über dem Meeresspiegel, die Wupper floss auch 2011 26 Kilometer weit durch Solinger Stadtgebiet, und Solingen hat eine Fläche von knapp 9.000 Hektar, davon zählen knapp 4.000 Hektar zum Landschaftsschutzgebiet. Ein Viertel der Gesamtfläche ist Wald, ein weiteres Viertel wird landwirtschaftlich genutzt.

Am 31.12.2011 lag die Bevölkerungszahl beim bisher niedrigsten Wert von 158.513. 20.260 hatten einen anderen als den deutschen Pass. Die meisten Köpfe zählte die Stadt im Jahr 1972 mit 177.995. 2011 starben 1.839 Menschen in Solingen, 1.201 wurden geboren, ein Minus von 638. Dafür zogen mit 5.804 Menschen 154 mehr hierher als fort. 16.400 Solingerinnen und Solinger waren älter als 75 Jahre, darunter 24 über Hundertjährige. Die stärkste Gruppe mit knapp 50.000 bildeten die 40 bis unter 60jährigen. Der Anteil der Verheirateten sank von 2001 bis 2011 von 49 auf 46,3 Prozent, der Anteil der Geschiedenen stieg von 6,5 auf 8,1 Prozent. 2011 wurden 341 Scheidungen vollzogen.

304 Menschen nahmen im Jahr 2011 die deutsche Staatsbürgerschaft an und bestätigten damit einen stetigen Aufwärtstrend nach der niedrigsten Zahl von 230 im Jahr 2005.

Der Wohnungsbestand lag bei knapp 30.000 Häusern mit 80.500 Wohnungen. Gebaut wurden am weitaus häufigsten Einfamilienhäuser: 96 von insgesamt 102 waren es 2011. Hinzu kamen 169 Wohnungen. Mit Abstand am meisten gebaut wurde in Ohligs, Aufderhöhe und Merscheid.

Sozialversicherungspflichtig waren in Solingen 46.377 Menschen, rund 1.500 mehr als noch im Jahr davor, die meisten von ihnen im produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor (jeweils rund 18.000). Die Zahl der Auspendler lag mit 22.800 um rund 8.000 über der der Einpendler. Arbeitslos gemeldet waren 6.160 Menschen, rund 700 weniger als 2010. Die Quote lag bei 8.5 oder 0,9 Prozentpunkte unter dem Vorjahr. 2011 übernachteten 57.543 Gäste in Solingen, durchschnittlich blieben sie 1,9 Tage. Die Auslastung der Betriebe lag im Jahresmittel bei knapp 30 Prozent.

12.334 Straftaten wurden im Jahr 2011 erfasst, eine Quote von 77,8 auf je 1.000 Einwohner. Die Aufklärungsrate betrug 49,7 Prozent. Zugelassen waren in diesem Jahr 108.069 Kraftfahrzeuge, PKW, Kräder und Nutzfahrzeuge wie LKW und Busse. Im Jahr 1993 waren es noch 93.428 Fahrzeuge. Statistisch teilen sich 1,6 Einwohner je ein Fahrzeug. 563 Menschen wurden bei Verkehrsunfällen verletzt. Die bisher höchste Zahl gab es mit 690 Verletzten im Jahr 1997. Die städtischen Verkehrsbetriebe beförderten im Jahr 2011 9,1 Millionen Fahrgäste in ihren Dieselbussen und 15, 2 Millionen in den Obussen. Diese legten dabei 1,6 Millionen bzuw. 2,9 Millionen Kilometer auf Solingens Straßen zurück.

Im städtischen Klinikum lag die Bettenausnutzung 2011 bei 99,4 Prozent, die Patienten blieben durchschnittlich 6,7 Tage. An 46 Solinger Schulen wurden 22.630 Kinder und Jugendliche (davon 3.202 ohne deutschen Pass) in 856 Klassen unterrichtet. 18,9 Prozent aller Schüler wurden in Gymnasien unterrichtet, 17,9 Prozent an Gesamtschulen, 9,1 Prozent an Realschulen und 7 Prozent an Hauptschulen. Der Anteil an den Berufsbildenden Schulen lag bei 18,5 und der Förderschulen bei 3,6 Prozent. 40.686 Menschen besuchten 108 Vorstellungen im Theater- und Konzerthaus, in der Saison zuvor waren es noch 41.687 in 122 Vorstellungen. 918.769 mal verlieh die Stadtbibliothek ihre 153.031 Medien an 247.162 Kunden. Das Deutsche Klingenmuseum zählte 18.365 Besucherinnen und Besucher, deutlich weniger als etwas 2008 mit rund 27.000.

275.908 Menschen besuchten die Solinger Schwimmbäder, die meisten Badegäste verzeichnete das Sportbad Klingenhalle.