Solingen liefert Wasser preiswert

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Landesstatistik hat unrecht.

In einem soeben veröffentlichten Bericht der amtlichen Statistikstelle des Landes Nordrhein-Westfalen wurde Solingen als die Stadt mit dem höchsten Wasserpreis genannt. "Das stimmt überhaupt nicht", sagt der Leiter der Technischen Betriebe, Martin Wegner. Das ganze Gegenteil sei der Fall. Die Erklärung ist auch schon in einer Pressemitteilung von "Information und Technik NRW" nachzulesen. "Nicht vom Verbrauch abhängige Kosten (z. B. Zählergebühren) sind in diesen Zahlen nicht enthalten", heißt es da. Tatsächlich erheben die meisten anderen Städte zusätzlich zum reinen Verbrauchspreis Grundgebühren, die etwa den Betrieb der Zähler (Wasseruhren) etc. abdecken. Solingen dagegen rechnet die Betriebskosten in den Wasserpreis pro Kubikmeter ein. Der ist dann höher als der reine Verbrauchspreis in den anderen Städten.

Eine Gegenrechnung der Technischen Betriebe Solingen ergibt denn auch ein ganz anderes Bild. Verglichen mit Wuppertal, Remscheid, Mettmann, Köln und Düsseldorf, die in der Landesstatistik allesamt besser wegkommen, bietet Solingen tatsächlich den günstigsten Wasserpreis.

Rechnet man die Grundgebühren anderswo mit ein, so zahlt ein Ein-Personen-Haushalt in Solingen pro Jahr 109 Euro für Trinkwasser,  in Wuppertal dagegen 192, in Remscheid  215, in Mettmann 176, in Köln 196 und in Düsseldorf 174 Euro.

Auch bei den Zwei- und Drei-Personen-Haushalten ist man im Solingen am besten dran: Hier sind es 217 bzw. 326 Euro, in Remscheid stehen 317 bzw. 419 Euro zu Buche, in Wuppertal 267 bzw. 342, in Mettmann 256 bzw. 335, in Köln 264 bzw. 331 und in Düsseldorf 251 bzw 328 Euro.