Stadt startet die Kampagne "Sauberes Solingen"

Pressemitteilung

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TBS reinigen Problemecken, und das Rathaus motiviert Bürger mitzuhelfen - der Erfolg soll nachhaltig sein.

In der Klingenstadt beginnt das große Reinemachen. Dieses Ziel hat die Verwaltung für sich formuliert. Deshalb stößt das Rathaus die Kampagne "Sauberes Solingen" an. Diese soll nicht nur nachhaltig wirken, sondern setzt auch auf große Resonanz bei den Bürgerinnen und Bürgern. Denn zusätzlich zur eigenen Offensive will die Stadt möglichst viele Solingerinnen und Solinger motivieren, selbst mit anzupacken. Die Kampagne, das Prinzip und einzelne Aktionen dazu stellte Oberbürgermeister Tim Kurzbach am Dienstag zusammen mit dem Leiter der Technischen Betriebe (TBS), Martin Wegner, sowie mit Joachim Radtke vom Stadtmarketing vor.

Das Prinzip:
"Unsere Stadt kann nie sauber genug sein", sagte Kurzbach gegenüber den Medien. Im Großen und Ganzen sei das Bild durchaus zufriedenstellend, erklärte der Stadtchef. Aber der Anspruch steige eben auch. "Deshalb möchte sich Solingen noch mehr herausputzen. Noch mehr Sauberkeit vermittelt den Menschen ein besseres Gefühl und hilft dem Image der Stadt." Denn dass es immer wieder auch zu Beschwerden kommt, weil es Stellen gibt, an denen das Ziel noch nicht erreicht wird, sei ja kein Geheimnis. Eben diesen Plätzen sagt der OB mit Hilfe der TBS nun den Kampf an. Wilde Müllkippen - also Orte, an denen einfach Unrat abgeladen wird - sollen ebenso verschwinden wie dreckige Problemecken. Unter dem Motto "Mensch: Wir machen alle(s) sauber" startet eine Kampagne, in der die TBS mit den Bürgerinnen und Bürgern Hand in Hand arbeiten werden. "Sie kann nur durch gemeinsames Anpacken gelingen und zu einem dauerhaften Erfolg werden", sagt Kurzbach.

Dreck-Ecken, Graffiti, Abfalleimer - die TBS sind bereits aktiv:
Deshalb kommt eine Doppelstrategie zum Einsatz: Schon seit geraumer Zeit haben die TBS damit begonnen, kritische Punkte in der Innenstadt intensiv zu reinigen. Das betrifft zum Beispiel verdreckte Pflasterbereiche. Um Kaugummi-Flecken zu entfernen, ist ein spezielles Gerät angeschafft worden. "Als nächstes nehmen wir uns Ausstattungsteile wie etwa Verteilerkästen vor", erklärt TBS-Chef Martin Wegner. Diese Verteilerkästen sollen danach zudem optisch aufgewertet werden. Ähnliches gelte für die Abfallbehälter in Kernbereichen der Innenstadt: "Wir werden sie Zug um Zug gegen bedienerfreundlichere und ansehnlichere Modelle auswechseln." Damit die Solinger den TBS wilde Kippen melden können, ist seit Anfang des Jahres verstärkt unser Mängel-Melder im Einsatz. "Das hilft", freut sich Martin Wegner. "Wir können dadurch schneller reagieren und Missstände beseitigen." Der Mängel-Melder ist deshalb vorerst direkt auf der Startseite der Stadt Solingen zu finden (www.solingen.de). Auch mit dem leidigen Thema Hundekot beschäftigen sich die TBS. Dazu werden in den kommenden Wochen Einzelheiten mitgeteilt.

Um die Verunreinigung durch Graffiti besser in den Griff zu bekommen, sucht die Stadt den Dialog mit den Hauseigentümern. Gerade in der Innenstadt haben die Schmierereien an Fassaden zugenommen. Um diese zu beseitigen, ist der Austausch mit den Eigentümern notwendig. Sie werden diesbezüglich in den kommenden Tagen angeschrieben.

Hand in Hand mit den Solingerinnen und Solingern:
Ohne die Bürger geht es nicht. Das gilt nicht nur beim Beseitigen von Graffiti. Die Stadt allein kann nicht die Sauberkeit in jeder Ecke gewährleisten. Deshalb ruft das Rathaus alle Solingerinnen und Solinger auf mitzumachen. Dazu hat bereits eine große Plakataktion begonnen. Sie macht die Kampagne im Stadtbild zusätzlich sichtbar - mit dem Ziel, den Appell bei den Menschen so sehr zu verinnerlichen, dass sie zum Besen greifen. "Wenn jeder vor seiner eigenen Tür fegt und die Wege sauber hält, sind wir schon einen großen Schritt weiter", sagt OB Tim Kurzbach. "Um die Entsorgung kümmern wir uns", erklärt TBS-Chef Martin Wegner. Stadt und Bürger wollen Hand in Hand arbeiten. Passend dazu kann jeder bei den TBS für 1 Euro einen neuen Besen erhalten. "Weil neue Besen besser kehren", sagt Wegner. Wer das Angebot annimmt, beteiligt sich an einer Verlosung von "100 sauberen Preisen." Zu erhalten sind die Besen am TBS-Sitz an der Dültgenstaler Straße 61 in Wald. Ansprechpartnerin im Sekretariat des Teilbetriebs Stadtgrün und Stadtbildpflege ist Sigrid Fey (Zimmer: E.25, Telefon: 2 90 - 48 01).

Nach dem Auftakt wird die Stadt das Thema Sauberkeit in den kommenden Wochen und Monaten konsequent weiterverfolgen. Zudem werden die Technischen Betriebe ein Kontrollsystem einführen, um den Erfolg der Kampagne messen zu können. Ein Fachinstitut ist eingeschaltet, das den Sauberkeitszustand im Stadtbild nach einigen Monaten bewerten wird.