Solingen und Haan sprechen über Verkehrsfrage

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Beim regelmäßig stattfindenden Austausch ging es um Belastungen durch den Lkw-Verkehr

Erneut haben sich die Stadt-Spitzen von Solingen und Haan am Montag zu einem Austausch getroffen. Seit einigen Jahren pflegen beide Rathäuser diese regelmäßig stattfindenden Gespräche. Dieses Mal war Solingen Gastgeber. Oberbürgermeister Tim Kurzbach und Stadtdirektor Hartmut Hoferichter empfingen Haans Bürgermeisterin Dr. Bettina Warnecke sowie den Technischen Beigeordneten Engin Alparslan im Rathaus.

Kernthema des aktuellen Gesprächs waren Verkehrsprobleme, die Haan nach wie vor mit der Zufahrt zur Autobahn 46 hat. Denn von Solingen aus beklagen die Nachbarn eine starke Belastung über die Ittertalstraße, die sich dann auf Haaner Gebiet auf der Turnstraße und auf der Martin-Luther-Straße fortsetzen. Besonders Lkw nutzen diese Route gerne als Abkürzung in Richtung Autobahn. Dr. Bettina Warnecke bittet daher erneut darum, dass Solingen Haan darin unterstützt, den Durchgangsverkehr zu reduzieren. Die Solinger Stadtspitze stehe bei diesem Anliegen an der Seite der Gartenstadt, versicherten OB Tim Kurzbach und Stadtdirektor sowie Planungsdezernent Hartmut Hoferichter.

"Solingen hat die Ittertalstraße deshalb ausdrücklich nicht für die Lkw-Vorrangrouten angemeldet", erklärt Hoferichter. Diese Routen sind diejenigen, die künftig in den Navigationsgeräten digitalisiert werden. "Der Schleichweg durchs Ittertal wird Auswärtigen dann gar nicht angezeigt." Dr. Bettina Warnecke begrüßt diese Unterstützung aus Solingen ausdrücklich und lobt die Kooperation, die sich in den vergangenen Jahren entwickelt und zum regelmäßigen Dialog geführt hat. "So arbeiten gute Nachbarn zusammen", sagt sie. In diesem Sinne zeigt sich die Klingenstadt auch einverstanden, falls an der Ittertalstraße gegebenenfalls die Tempo-30-Zone ausgeweitet werden soll. Solingen werde zudem auch den Appell an die Unternehmen und Betriebe in den westlichen Gebieten der Klingenstadt erneuern, sagte Hoferichter zu. "Damit diese die A-46-Auffahrt in Haan-Ost nutzen. Die Anfahrt dorthin soll über die dafür vorgesehenen Hauptstraßen erfolgen" - zumal mit den Erweiterungsarbeiten an der Anschlussstelle künftig ein verbesserter Verkehrsfluss zu erwarten sei. Lkw-Fahrern die Durchfahrt zwischen Haan und Hilden generell zu untersagen sei rechtlich nicht umsetzbar, waren sich die Stadtspitzen einig.  

Hoferichter und Kurzbach nutzten das Zusammentreffen auch, um sich über den Fortgang der Arbeiten an der Polnischen Mütze zu informieren.