Solinger Delegation nach Gouda

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Teilnahme am "Tag der Befreiung"

Eine elfköpfige Delegation aus Rat und Verwaltung wird am frühen Freitagmorgen zu einer zweitägigen Fahrt in die niederländische Partnerstadt Gouda aufbrechen. Anlass ist der jährlich in den Niederlanden gefeierte "Tag der Befreiung" von den deutschen Besatzern am 4. Mai 1945. Erstmals nimmt daran eine offizielle Abordnung der Stadt Solingen teil - in Fortsetzung des zuletzt zweijährigen Ratsaustausches über beide Städte tangierende Fachthemen wie den Rathaus-Neubau oder den Bahnhofs-Umbau.

Auf dem Programm stehen unter anderem ein Treffen mit Jan van Ingen, dem Präsident der "Stiftung 04./05. Mai", Bürgermeister Wim Cornelis und weiteren Vertretern der Stadt Gouda, die Teilnahme am Gedenk-Umzug auf dem historischen Marktplatz, ein informativer Spaziergang entlang der Stolpersteine in Gouda und der Besuch des Widerstandsmuseums.

Die zentrale Gedenkveranstaltung findet am Freitagabend im Metaheerhuis statt, dem einstigen rituellen Bestattungshaus der israelitischen Gemeinde, in dem heute der 327 jüdischen Mitbürger gedacht wird, die nach dem Zweiten Weltkrieg nicht nach Gouda zurückkehrten. Am Jüdischen Tor wollen Vertreter der Stadt Gouda einen Kranz niederlegen. Auch Solingens Oberbürgermeister wird nach Gouda reisen und eine Rede halten anlässlich dieses Datums, das die beiden Völker eng miteinander verbindet. Norbert Feith: "Die vor 55 Jahren entstandene Städtepartnerstadt zwischen Solingen und Gouda ist in einer Zeit, als die Themen Scham und Schuld noch greifbar im Raum standen, ein wichtiger Wegbereiter für das zusammenwachsende Europa gewesen."