Solinger Jugendhilfe braucht 3,7 Millionen Euro für "Altlasten" aus Vorjahren

Pressemitteilung

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Buchführung und Erziehungshilfe wurden jetzt verbessert

Kurz vor Schluss des Haushaltsjahres legt die Stadtverwaltung dem Stadtrat zu seiner Sitzung am 30. November eine Vorlage auf den Tisch, mit der die Kommunalpolitiker um ihre Zustimmung zu einer zusätzlichen Ausgabe von rund elf Millionen Euro gebeten werden. Auf der anderen Seite können Erträge von mehr als 7 Millionen Euro verbucht werden.

Die Kosten für Heimunterbringung und andere Erziehungshilfen in Solingen sind allerdings nicht explodiert. Der Bereich "Hilfen zur Erziehung" wurde jetzt neu aufgestellt und damit wurde die Verbuchung von Aufwendungen und Erträgen verbessert und um "Altlasten" bereinigt. Jetzt werden Rückstellungen für Rechnungen aus Vorjahren gebildet, damit sie den zukünftigen Haushalt nicht mehr belasten. Das ist nötig, denn die Stadt Solingen braucht ab 2018 einen ausgeglichenen Haushalt. 

Unbearbeitete Vorgänge aus den Vorjahren hatten sich zu einer „Bugwelle“ entwickelt, die die Jugendhilfe vor sich her schob und die inzwischen millionenschwer ist. Die Vorgänge betreffen jedoch nicht nur Forderungen an die Stadt, sondern auch Erstattungen, die sich auf über sieben Millionen Euro summieren. Unter dem Strich werden für 2017 noch 3,7 Millionen Euro zusätzlich benötigt, die im Rahmen der Jahresrechnung gedeckt werden können.

Inzwischen wurde der Stadtdienst Jugend umorganisiert. Die Verantwortlichen haben für bessere Abläufe gesorgt. Beigeordnete Dagmar Becker, die bereits am Dienstagabend Sprecherinnen und Sprecher des Finanzausschusses und des Jugendhilfeausschusses informierte, ist sicher, dass das Problem jetzt nachhaltig gelöst wird: „Wir haben den Stadtdienst Jugend in diesem Jahr neu aufgestellt und auch das Finanzcontrolling verstärkt. Wir sind jetzt in der Lage, sehr zeitnah Aussagen über den Stand der Finanzen zu machen. Das Problem ist jetzt abgestellt.“