Solinger zurück aus Blyth

Pressemitteilung

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Eine 30köpfige Gruppe mit Solinger Bürgerinnen, Bürgern und Ratsmitgliedern war vom 23. bis 28. April zu Besuch in der englischen Partnerstadt Blyth.

Organisiert hatte die Reise der neu gegründete Freundschaftsverein unter Vorsitz von Bernd Clemens.

Neben einem Besuchs- und Besichtigungsprogramm standen freundschaftliche Begegenungen und Veranstaltungen mit der englischen Partnerschaftsgruppe auf dem Programm, die im Frühjahr 2014 zu Gast in Solingen war. Empfangen wurde die Gruppe von der Blyther Bürgermeisterin Olga Potts und der längjährigen Kontaktfrau in Blyth, Margaret Watson, sowie von Anne Dawson, der Vorsitzenden der Blyth Citizens Exchange Group. Bürgermeister Ernst Lauterjung als Leiter der Ratsdelegation verlieh seiner Freude darüber Ausdruck, dass die Tradition wechselseitiger Besuche nun von einem weiteren Verein fortgeführt werde.

Er werde sich dafür einsetzen, die Kontakte zwischen Schulen, Sportvereinen und Kultureinrichtungen in Solingen und Blyth noch zu erweitern, sagte er bei seiner Rückkehr. Die Gruppe zeigte sich sehr zufrieden mit der britischen Gastfreundschaft, den offenen Begegnungen und dem interessanten Besuchsprogramm (Beamish Open Air Museum, Alnwick Castle und Gardens, Newcastle).

Blyth ist in der Grafschaft Northumberland im Nordosten Englands gelegen und hat rund 26.000 Einwohner. Die Städtepartnerschaft mit Solingen besteht seit 1962.

Die offizielle Partnerschaft geht auf einen regelmäßigen Schüler- und Jugendaustausch seit 1951 zurück, dem intensive Kontakte zwischen Vereinen folgten. Seit 1997 finden jährliche Bürgerreisen statt.

Durch den Zusammenschluss von Blyth, Cramlington, Seaton Delaval, Seaton Sluice und anderen Ortschaften entstand 1974 der Distrikt Blyth Valley, der die Partnerschaft übernahm. Eine weitere Reform im Jahr 2009 löste den Distrikt wieder auf, die ursprüngliche Partnerschaft zur Stadt Blyth entstand neu. 2014 gründeten Solingerinnen und Solinger einen Partnerschaftsverein.

Blyth liegt an der Küste, rund 80 Kilometer von der schottischen Grenze entfernt. Es liegt eingebettet in eine reizvolle Landschaft mit langem Sandstrand und Dünen an der Küste, Feldern und Wiesen im Inneren. Bis zum Northumberland Nationalpark mit einem der größten Aufforstungsgebiete Europas ist es nicht weit, etwas nördlich liegen die unwirtlichen Hochmoore und der berühmte Hadrian's Wall.

Kohlevorkommen und der Hafen bestimmten einen wirtschaftlichen Aufschwung im 19. Jahrhundert: Aus ehemaligen Farmersiedlungen wurden Bergbaustädte, im Hafen florierte der Schiffsbau. Minenschließungen und Werftenkrisen in den 50er und 60er Jahren führten zu einer Strukturkrise. Ende der 90er Jahre entstanden Unternehmen vor allem in der chemischen Industrie, im Maschinenbau, in der Biotechnik u.a. Der Hafen ist auch heute noch Umschlagplatz für Erzeugnisse aus dem Hinterland, unter anderem Aluminiumerz, Importkohle, Papier und Holz. Am Ostpier 9 entstanden Windkraftanlagen, unter anderen zwei Offshore-Windkraftanlagen, die zu den größten der Welt zählen.