Stöcken 17 - Solinger Gewerbegbiet der Zukunft

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Drei Planungsbüros entwickeln jetzt Ideen für den Neuanfang

Das ehemalige Rasspe-Areal, rund 150 Jahre wurden hier Messer und Maschinenteile für die Landwirtschaft hergestellt, ist eine der bedeutendsten Solinger Gewerbebrachen. Seit 2009 liegt das Gelände weitgehend brach. Jetzt soll eine innovative und nachhaltige Folgenutzung entwickelt werden. In einem ersten Schritt hat nun die Wirtschaftsförderung Solingen in Kooperation mit der Stadt Solingen drei Büros beauftragt, Vorschläge zur inhaltlichen Konzeptionierung und städtebaulichen Neuausrichtung zu erarbeiten.

Neuartig an dem festgelegten Verfahren ist, dass nicht nur ein städtebaulicher Rahmenplan für das Areal entworfen werden soll, sondern dass gleichzeitig von den teilnehmenden Büros auch erwartet wird, den innovativen städtebaulichen Entwurf durch einen Immobilienökonomen bewerten zu lassen. Das Konzept soll wirtschaftlich tragfähig sein und am Markt realistische Chancen haben. Hierfür konnte Prof. Dr. Guido Spars von der Bergischen Universität Wuppertal gewonnen werden, der alle drei Teams während der Erarbeitungsphase begleitet.

Oberbürgermeister Tim Kurzbach: „Wir erhoffen uns, durch das innovative Verfahren eine inhaltliche und städtebauliche Zukunftsvision für den Standort zu erhalten, die wir in einem weiteren Schritt auch mit Bürgerschaft, Politik und weiteren Interessenten diskutieren und die Ausrichtung weiter verfeinern können.“

Das Verfahren gliedert sich in zwei Phasen:

In einer ersten Phase sollen die drei beauftragten Stadtplanungsbüros ein Exposé zur inhaltlichen Ausrichtung des Geländes mit einer Einschätzung zur Realisierung sowie aufbauend auf der inhaltlichen Grundidee einen städtebaulichen Erstansatz in freiem Maßstab und Form bis Ende Januar abgeben. Diesen stellen die drei Büros im Rahmen eines sogenannten Pitches einem Gremium aus externen Architekten und Planern, der Stadt und der Wirtschaftsförderung vor. Dieses Gremium wählt ein Büro aus, das in einer zweiten Phase den inhaltlichen und städtebaulichen Ansatz bis Mitte März weiter ausarbeitet und detailliert. Vorbereitet wird der inhaltliche Teil der Ausschreibung im Büro des Oberbürgermeisters von Carsten Zimmermann, Abteilungsleiter Strategische Planung.

„Das ausgewählte Stadtplanungsbüro wird in Zusammenarbeit mit Prof. Spars auch einen Organisationsvorschlag zur weiteren Projektentwicklung, Realisierung und Vermarktung des Standortes Stöcken 17 vorlegen. Dieser Vorschlag soll – nach Abstimmung mit der Politik – Grundlage der weiteren Entwicklung des Areals werden“, ergänzt Planungsdezernent Stadtdirektor Hartmut Hoferichter.

In diesem Zusammenhang können auch die weiteren Verfahrensschritte zur Erstellung eines verbindlichen Sanierungsplans durch den Altlastensanierungsverband NRW bzw. das beauftragte Gutachterbüro durchgeführt werden.

„Wir werden die Ergebnisse der drei Büros aus dem Pitch Anfang Februar im Rahmen einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorstellen und die Gründe des Gremiums zur Auswahl eines der drei Büros zur weiteren Erarbeitung darlegen. Wir sind dabei auch sehr gespannt darauf, wie die Büros im Rahmen der Ausarbeitung die ersten Grundgedanken der Wirtschaftsförderung und der Stadt Solingen beurteilen werden“, stellt Frank Balkenhol, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Solingen heraus.

Die drei Stadtplanungsbüros, die in der ersten Phase teilnehmen, sind:
•        rha reicher haase associierte GmbH, Aachen/Dortmund
•        De Zwarte Hond GmbH, Groningen/Rotterdam/Köln
•        BJP Bläser Jansen Partner GbR, Dortmund